Suche

German Education Server Eduserver
Erweiterte Suche

Ariadne Pfad:

Inhalt

Tagung ´Ungleichheit aus kommunikations- und mediensoziologischer Perspektive´

18.03.2010, 09:15 Uhr - 19.03.2010, 13:30 Uhr

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Casino 1.811, Grüneburgweg 1, 62609 Frankfurt am Main
Frankfurt am Main
stegbauer@soz.uni-frankfurt.de

http://www.dgpuk.de/upload/dgpuk/Programme/10_frankfurt.programm.pdfExterner Link

Der Zugang zu Informationen aus Medien und ihre Nutzung ist konstitutiv für die Verteilung von Chancen in der Gesellschaft. Es ist bekannt, dass die Art und Weise, wie die Menschen die Medien nutzen, von verschiedenen Merkmalen abhängt. In der Sozialstrukturanalyse werden Ungleichheiten mit Attributen wie Bildung, Einkommen, Schichtung, Geschlecht oder – seltener – Generation beschrieben. Man könnte hier noch horizontale Faktoren wie Zugehörigkeit zu einem Milieu, Lebensstil oder soziale Lage hinzufügen. Auf der breit angelegten Tagung sollen die vielfältigen Dimensionen der Ungleichheiten, die sich aus Medien sowie deren Produktion- und Nutzungskontexten ergeben, behandelt werden. Es geht ferner um die Entstehung und die Konsequenzen dieser Ungleichheiten. Dies soll an verschiedenen Medientypen, seien es Individual- oder Massenmedien oder gar hybriden Anwendungen, analysiert werden. Ungleichheitsdimensionen finden sich auf jeder Ebene des Umgangs mit Medien, so bei derRezeption und Aneignung der Massenmedien, die sich über die verschiedenen Merkmale unterscheiden (z.B. klassenspezifische Medienpräferenzen im Sinne eines Habitus). Daneben bilden sich Ungleichheiten auch beim Grad der aktiven Teilnahme in ´social Media´ aus. Dabei erscheint die Zugänglichkeit und die Nutzung des Internet heute fast relevanter als die Rezeption von traditionellen Massenmedien. Viele Informationen sind außerhalb des Internet nur sehr schwer zugänglich und von Kunden wird in immer mehr Bereichen eine Mitarbeit verlangt, um überhaupt an bestimmte Dienstleistungen zu kommen. Hierzu ist aber nicht nur der Internetzugang notwendig, sondern auch die Fertigkeiten damit umzugehen. Je mehr sich solcherlei ´Mitarbeit´ ins Internet verlagert, um so weniger wird es möglich sein, ohne dieses Medium auszukommen. Diese Frage nach den Teilhabemöglichkeiten an Medienkommunikation erscheint besonders vor dem Hintergrund relevant, dass ständig neue Anwendungen entwickelt werden, die den Wert des Internetmediums steigern, die aber meist zusätzliche Fähigkeiten benötigen. Gleiches gilt für Hybridmedien, etwa die Mobilfunktechnik, deren Endgeräte nichts anderes sind als winzige Computer. Mögliche Fragestellungen betreffen die Analyse der Ungleichheit und der Dimensionen, in denen Benachteiligungen besonders schmerzlich erfahren werden. Es kann gefragt werden, welche Konsequenzen eine zunehmende Mediatisierung des Alltags im Hinblick auf Benachteiligungen hat. Wie können Ungleichheiten gelindert werden? Es müssen aber nicht nur Defizite behandelt werden, man kann auch fragen, wo die Nutznießer des Medienwandels und der Mediatisierung stecken. Es kann auch darum gehen, inwieweit die neuen Medien auch das Potential der Linderung oder gar der Selbstregulierung von sozialen und/oder medialen Ungleichheiten besitzen. Grundsätzlicher sollte in diesem Zusammenhang auch verstärkt die Frage fokussiert werden, inwieweit Medien heute nicht nur die Wahrnehmung von Ungleichheit beeinflussen sondern auch die Vorstellung davon, was als Ungleichheit anzusehen ist, formen. Welche Logiken und Mechanismen der medialen Konstruktion von Ungleichheit sind aktuell feststellbar? Anmeldeschluss ist der 09.03.2010.

mehr/weniger
Schlagwörter

Frankfurt am Main, Tagung, Ungleichheit, Kommunikationssoziologie, Mediensoziologie, SOZIALISATION, TRANSKULTURALITAET, WEB 2.0, GENDER, GESELLSCHAFT, GESELLSCHAFTLICHER WANDEL, KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT, MEDIATISIERUNG, MEDIEN, MEDIENKOMPETENZ, MIGRATION, SOZIALE HERKUNFT, SOZIALE UNGLEICHHEIT, SOZIALES NETZWERK,

Art der Veranstaltung Konferenz / Tagung / Fachtagung / Kolloquium / Kongress / Symposium
Veranstalter Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie (Deutsche Gesellschaft für Soziologie) in Kooperation mit der Fachgruppe Soziologie der Medienkommunikation (Deutsche Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft)
Kontaktadresse Ansprechpartner: PD Dr. Christian Stegbauer, Tel.: (0 69) 798 23543
E-mail des Kontakts stegbauer@soz.uni-frankfurt.de
Beginn der Veranstaltung 18.03.2010, 09:15
Ende der Veranstaltung 19.03.2010, 13:30
Veranstaltungsstätte Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Casino 1.811, Grüneburgweg 1, 62609 Frankfurt am Main
Land der Bundesrepublik Deutschland Hessen
Staat Deutschland
Tagungssprache Deutsch
Relevanz bundesweit
Inhaltsbereich der Veranstaltung Hochschule; Soziale Arbeit/Sozialpädagogik; Wissenschaft/Bildungsforschung; Medien- und Informationskompetenz
Adressaten Hochschullehrer/innen / Forscher/-innen; Frühpädagogische Fachkräfte; Erwachsenenbildner/-innen; Sozialpädagogen/-pädagoginnen; Journalisten/Journalistinnen
Aufgenommen am 05.03.2010
Zuletzt geändert am 05.03.2010

Inhalt auf sozialen Plattformen teilen (nur vorhanden, wenn Javascript eingeschaltet ist)