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Evaluation, Bildung und Gesellschaft. Herbst-Tagung der Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung, Bildungsrecht (DeGEval)

08.10.2009 - 09.10.2009

FĂĽrstenberghaus
MĂĽnster
nina.hogrebe@uni-muenster.de


Call for Papers:

Herbst-Tagung der Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung, Bildungsrecht (KBBB)

Sektion Empirische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft fĂĽr Erziehungswissenschaft (DGfE)

08.–09. Oktober 2009 in Münster(Fürstenberghaus)

In Kooperation mit der 12. Jahrestagung „Evaluation und Gesellschaft“ der Gesellschaft für Evaluation e.V. (DeGEval) vom 07. – 09. Oktober 2009

Schwerpunktthema: „Evaluation, Bildung und Gesellschaft“

Die Idee der Evaluation hat in den vergangenen Jahren in vielen gesellschaftlichen Bereichen Fuß gefasst – so auch im Bildungswesen. Die Tendenz, dass die Bildungspolitik den einzelnen Bildungseinrichtungen ein (mehr oder weniger) hohes Maß an Autonomie bzw. Selbständigkeit zugesteht, ist deutlich erkennbar. Stark ausgeprägt ist gleichzeitig der Versuch, durch die Einführung unterschiedlicher Verfahren der internen und externen Evaluation ein Nachweis- und Rechenschaftswesen zu etablieren, das der Leistungskontrolle und -entwicklung dienen soll. Zahlreiche Beispiele hierfür lassen sich in allen Bildungsbereichen finden: Verfahren der Selbstevaluation in Schulen und Hochschulen, Schulinspektionen und Schulleistungsstudien, Rankings und Akkreditierungsverfahren, Gütesiegel und Qualitätsentwicklungsinitiativen für Kindertageseinrichtungen u.v.m.

Dieser Entwicklung liegt die Idee zugrunde, dass Evaluationen Wissen über Wirkzusammenhänge von Bildungsprozessen generieren können und dieses Wissen in der Praxis aufgenommen und umgesetzt wird. Damit verbunden ist auch die Hoffnung der bildungspolitischen Akteure, dass die Arbeit in pädagogischen Handlungsfeldern auf diese Weise zielgerichteter, effektiver und effizienter gestaltet und die Qualität von Bildungseinrichtungen verbessert werden kann. Wir möchten diese Annahmen, die der Implementierung von Evaluationsverfahren im Bildungswesen zugrunde liegen, auf der Tagung einer kritischen Prüfung unterziehen. Zum einen geht es uns darum, ganz grundsätzlich die Frage zu stellen, was Evaluationen leisten können und was nicht, sowie darüber hinaus die Tragfähigkeit einzelner Verfahren zu untersuchen. Zum anderen sollen die intendierten und vor allem auch nichtintendiertenEffekte von Evaluationen auf verschiedenen Ebenen reflektiert werden: Gesellschaft, Politik, Wissenschaft, pädagogische Praxis. Zu den Fragen, die wir thematisieren wollen, zählen u. a.:

- Sind die eingesetzten Instrumente der internen oder externen Evaluation theoretisch so fundiert und methodisch so akkurat, dass verlässliche Informationen generiert werden?

- Inwiefern sind Evaluationsverfahren bzw. ihre Ergebnisse praxisrelevant und umsetzbar?

- Welche nichtintendierten Effekte treten möglicherweise durch Evaluationen auf, und können diese Bildungseinrichtungen negativ beeinflussen?

- Führen Evaluationen und die damit verbundene Rechenschaftslegung zu einer neuen Stellung von Bildung in der Gesellschaft oder zu grundsätzlichen gesellschaftlichen Veränderungen?

Diese oder ähnliche Themen möchten wir auf der Tagung, die gemeinsam mit der 12. Jahrestagung der Gesellschaft für Evaluation e.V. (DeGEval) zum Thema „Evaluation und Gesellschaft“ durchgeführt wird, ansprechen und diskutieren. Auch theoretisch orientierte Inputs sind von Bedeutung, durch die wir uns – im Sinne einer kritischen Theoriedebatte – auf einer ganz grundsätzlichen Ebene mit den Auswirkungen von durch die Politik eingeführten Evaluationsverfahren und möglichen Alternativen auseinandersetzen können.
Da wir beabsichtigen, viel Zeit und Raum für Diskussionen und Auseinandersetzungen zu lassen, sind besonders auch Beiträge erwünscht, die kontrovers und/oder in ihrem Ergebnis offen sind.

Abstracts im Umfang von höchstens einer Seite für Beiträge (20-30 Minuten), die sich mit dem oben aufgezeigten Spannungsfeld von Evaluation, Bildung und Gesellschaft beschäftigen, können bis zum 17.07.2009 per Email oder Post eingereicht werden.
Im Rahmen der Konferenz sprechen auch renommierte Key-Note Speaker. Eingeladen sind u. a. Prof. Jennifer Greene von der University of Illinois, USA, und Prof. Frans L. Leeuw aus den Niederlanden (u. a. ehemaliger Präsident der European Evaluation Society). Darüber hinaus bemühen wir uns derzeit noch um Prof. Gert Biesta von der University of Stirling, Schottland, und ein Mitglied der American Evaluation Society.

Kontakt:

Prof. Dr. Wolfgang Böttcher
Nina Hogrebe
Westfälische Wilhelms-Universität
Fachbereich fĂĽr Erziehungs- und
Sozialwissenschaften Institut fĂĽr Erziehungswissenschaft Abteilung 2
Qualitätsentwicklung und Evaluation
Georgskommende 33
48143 MĂĽnster

Tel.: +49 251 83-29454
Email: nina.hogrebe@uni-muenster.de

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Schlagwörter

Bildungswesen, Bildungseinrichtung, Evaluation, Tagung,

Veranstalter Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung, Bildungsrecht (KBBB); Sektion Empirische Bildungsforschung in der DGfE
Kontaktadresse Böttcher, Wolfgang; Hogrebe, Nina
E-Mail des Kontakts nina.hogrebe@uni-muenster.de
Beginn der Veranstaltung 08.10.2009, 00:00
Ende der Veranstaltung 09.10.2009, 00:00
Veranstaltungsstätte Fürstenberghaus
Land der Bundesrepublik Deutschland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Tagungssprache Deutsch
Inhaltsbereich der Veranstaltung Wissenschaft/Bildungsforschung
Adressaten Studierende; Hochschullehrer/innen / Forscher/-innen
Aufgenommen am 08.06.2009
Zuletzt geändert am 08.06.2009

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