Suche

German Education Server Eduserver
Erweiterte Suche

Ariadne Pfad:

Inhalt

98. Dahlem-Workshop „Gibt es eine Mathematik sozialer Phänomene?“ / „Is there a mathematics of social entities?“

14.12.2008 - 19.12.2008

Tagungsstätte Harnack-Haus, Ihnestr. 16-20, 14195 Berlin-Dahlem
Berlin

http://idw-online.de/pages/de/news288825Externer Link

Die „Mathematik sozialer Phänomene“ steht im Mittelpunkt des 98. Dahlem-Workshops der Dahlem-Konferenzen. Zu dieser Veranstaltung werden Mathematiker und Sozialwissenschaftler aus allen Teilen der Welt erwartet. Die Abschlussdiskussionen am Freitag, den 19. Dezember stehen interessierten Zuhörern offen. In England fahren die Autos links, in Deutschland rechts; Japaner begrüßen sich durch Verneigungen, Europäer durch Handschlag. Auch Unternehmen, kriminelle Banden, Familien und Liebespaare haben ihre Konventionen. Auf den ersten Blick sind diese ebenso willkürlich wie unentbehrlich. Wovon hängt es ab, welche Konventionen sich ausbreiten, welche verschwinden? Duelle sind aus der Mode gekommen, Kriege nicht. Mathematiker haben begonnen, die Entwicklung von Konventionen in verschachtelten sozialen Netzen unterschiedlicher Größe zu modellieren. Wie erfolgversprechend sind solche Modelle, was sind erste Erkenntnisse, was spannende Forschungsfragen? Im Rahmen der traditionsreichen Dahlem-Konferenzen werden renommierte Mathematiker und Sozialwissenschaftler eine Woche lang über solche Fragen diskutieren. Es geht dabei um nichts weniger, als gemeinsam herauszubekommen, wie weit Mathematik und Sozialwissenschaften bei der Beschreibung und Erforschung drängender sozialer Phänomene zusammenarbeiten können. Der Workshop untersucht diese Fragen anhand konkreter sozialer Netze: So kann die Finanzkrise, die seit dem Einbruch des amerikanischen Hypothekenmarktes in einer Reihe von Schockwellen die Finanzmärkte der Welt erschüttert, nicht verstanden werden, ohne Netze von Börsenmaklern, Computerprogrammen für automatischen Börsenhandel, Banken oder Hedge-Fonds zu untersuchen. Ein zweites Beispiel, das die Teilnehmer analysieren werden, ist die Rolle sozialer Netze für die Ausbreitung und Eindämmung von Verbrechen. Die ungleiche Sicherheit unterschiedlicher Städte und Stadtteile lässt sich ohne Betrachtung sozialer Netze nicht begreifen. Als drittes Beispiel betrachten die Wissenschaftler das Phänomen innovativer Regionen, die in der globalisierten Wirtschaft erstaunliche Wettbewerbsvorteile erreicht haben. Dazu gehört Silicon Valley in der Entwicklung von Software ebenso wie Baden-Württemberg in der Maschinenindustrie. Ausgehend von diesen drei Beispielen wird der Workshop bisherige Ergebnisse zur Ausbreitung von Konventionen in sozialen Netzwerken sichten und neue viel versprechende Forschungen dazu anregen.

mehr/weniger
Schlagwörter

BERLIN, DAHLEM, FREIE UNIVERSITAET BERLIN, MATHEMATIK, MATHEMATIKER, MATHEMATIKERIN, PHAENOMEN, SOZIALWISSENSCHAFTEN, SOZIALWISSENSCHAFTLER, WORKSHOP,

Art der Veranstaltung Arbeitsgruppe / Seminar
Veranstalter Freie Universität Berlin
Kontaktadresse Ansprechpartner: Michael Brückner (Programmkoordinator), Tel.: (0 30) 838-73 670
Beginn der Veranstaltung 14.12.2008, 00:00
Ende der Veranstaltung 19.12.2008, 00:00
Veranstaltungsstätte Tagungsstätte Harnack-Haus, Ihnestr. 16-20, 14195 Berlin-Dahlem
Land der Bundesrepublik Deutschland Berlin
Staat Deutschland
Tagungssprache Deutsch; Englisch
Relevanz weltweit
Inhaltsbereich der Veranstaltung Hochschule; Wissenschaft/Bildungsforschung
Adressaten Allgemeine Öffentlichkeit; Hochschullehrer/innen / Forscher/-innen
Aufgenommen am 17.11.2008
Zuletzt geändert am 17.11.2008

Inhalt auf sozialen Plattformen teilen (nur vorhanden, wenn Javascript eingeschaltet ist)