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Tagung „Gesundheit fördern - Public Health zwischen individueller Freiheit, staatlichem Paternalismus und Gemeinwohl“

26.06.2008, 13:00 Uhr - 27.06.2008

Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover
Hannover
zfg@evlka.de

http://www.zfg-hannover.de/Externer Link

Ein Zusammenhang zwischen der Zunahme chronischer Erkrankungen sowohl mit Lebens- und Umweltbedingungen der modernen Industriegesellschaft als auch einem individuellen, gesundheitsabträglichen Verhalten ist weitgehend unbestritten. Die kurative Medizin kann nur einen Teilbeitrag dazu leisten, die Morbidität und Mortalität der Bevölkerung zu senken. Dem Staat und damit den in seinem Auftrag handelnden Institutionen kommt die Aufgabe zu, Maßnahmen anzuregen, zu planen und umzusetzen, die geeignet sind, die Gesundheit des Einzelnen und der Bevölkerung zu fördern. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitsbewusstes und -förderndes Verhalten in erster Linie im Verantwortungsbereich des Einzelnen liegt. Dieses beinhaltet auch, die Freiheit des Einzelnen zu akzeptieren, in gewissem Rahmen die eigene Gesundheit Risiken auszusetzen. Aus der Perspektive von Public Health stellt sich die Frage, mit welchen Mitteln und in welchem Maß die persönliche Bereitschaft, gesundheitsgefährdende Risiken einzugehen, beeinflusst bzw. eingeschränkt werden kann, um Individuen vor sich selbst oder die anderen Mitglieder der Gesellschaft bzw. Solidargemeinschaft zu schützen. Also bewegt sich eine öffentliche Gesundheitsförderung unter anderem in einem Spannungsfeld zwischen wünschenswerter Verbesserung der gesundheitsbezogenen Wissens- und Lebensbedingungen einerseits und der Gefahr der Bevormundung und auch Stigmatisierung andererseits. Im Angelsächsischen kennt man hierfür auch den Begriff des „Nanny State“, des Gouvernantenstaates. Hieraus ergeben sich ethische Fragen, die auf dieser Tagung diskutiert werden sollen. Die Tagung wendet sich an alle, die in der Praxis, Lehre und Forschung von Public Health tätig sind. Die Tagungsgebühr beträgt 120,00 € inklusive Verpflegung.

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Schlagwörter

ETHIK, FREIHEIT, GEMEINWOHL, GESUNDHEIT, GESUNDHEITSFOERDERUNG, HANNOVER, INDIVIDUALISMUS, INDIVIDUELLE AUTONOMIE, PATERNALISMUS, PUBLIC HEALTH, STAATLICHE EINFLUSSNAHME, TAGUNG,

Art der Veranstaltung Konferenz / Tagung / Fachtagung / Kolloquium / Kongress / Symposium
Veranstalter Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG) an der Ev. Akademie Loccum in Kooperation mit dem Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW (lögd)
Kontaktadresse Zentrum für Gesundheitsethik an der evangelischen Akademie Loccum, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover; Tel.: (05 11) 1241-496, Fax: (05 11) 1241-497
E-mail des Kontakts zfg@evlka.de
Beginn der Veranstaltung 26.06.2008, 13:00
Ende der Veranstaltung 27.06.2008, 00:00
Veranstaltungsstätte Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover
Land der Bundesrepublik Deutschland Niedersachsen
Staat Deutschland
Tagungssprache Deutsch
Relevanz bundesweit
Inhaltsbereich der Veranstaltung Soziale Arbeit/Sozialpädagogik; Wissenschaft/Bildungsforschung; Bildungspolitik/Bildungsverwaltung
Adressaten Hochschullehrer/innen / Forscher/-innen; Fachleute aus Bildungspolitik und -verwaltung; Sozialpädagogen/-pädagoginnen
Aufgenommen am 29.04.2008
Zuletzt geändert am 29.04.2008

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