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Pressevorbesichtigung der Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft: „Wissenschaft, Planung, Vertreibung - der Generalplan Ost der Nationalsozialisten“

24.10.2007, 14:00 Uhr - 24.10.2007, 16:00 Uhr

Universitätsbibliothek Tübingen, Bonatzbau, Wilhelmstr. 32, 72074 Tübingen
Tübingen
michael.seifert@uni-tuebingen.de

http://idw-online.de/pages/de/news230370Externer Link

Eine Ausstellung über die nationalsozialistische Vergangenheit der deutschen Wissenschaft in Tübingen Unter dem Titel „Wissenschaft, Planung, Vertreibung - der Generalplan Ost der Nationalsozialisten“ zeigt die Universität Tübingen vom 25. Oktober bis 27. November 2007 eine Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die von der engen Verbindung akademischer Forschung, rationaler Planung und Forschungsförderung im Dienste der nationalsozialistischen Eroberungs- und Vernichtungspolitik berichtet. Aus Anlass der Ausstellungseröffnung findet eine Pressevorbesichtigung am Mittwoch, dem 24. Oktober, 14:00 Uhr im Bonatzbau der Universitätsbibliothek, Wilhelmstraße 32 statt. Im Juni 1942 übergab der Berliner Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Konrad Meyer den Nationalsozialisten eine als „Generalplan Ost“ bekannt gewordene Denkschrift zur „Germanisierung“ der Ostgebiete. Der Plan sah vor, innerhalb von 25 Jahren fast fünf Millionen Deutsche im annektierten Polen und im Westteil der eroberten Sowjetunion anzusiedeln. Millionen slawischer und jüdischer Bewohner dieser Region sollten versklavt, vertrieben und ermordet werden. Die Pläne der Nationalsozialisten waren bezeichnend für den verbrecherischen Charakter ihrer Politik. Zugleich belegen sie die Skrupellosigkeit der daran beteiligten Experten, deren Arbeiten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in beträchtlichem Umfang finanziert wurden. In drei Abteilungen skizziert die Ausstellung die Vorgeschichte des Generalplan Ost, beleuchtet die Rolle der Wissenschaft sowie die Planungen für eine ethnische Neuordnung Osteuropas während des Zweiten Weltkriegs und wirft einen Blick auf die Realitäten von Umsiedlung, Vertreibung und Völkermord zwischen 1939 und 1945. Zur Ausstellung erscheint ein kostenloser Katalog. Zur Aufarbeitung der Geschichte hat die DFG eine Forschungsgruppe unter Leitung der Historiker Prof. Rüdiger vom Bruch (Berlin) und Prof. Ulrich Herbert (Freiburg) eingerichtet, deren Ziel es u. a. ist, die Rolle der Deutschen Forschungsgemeinschaft während der Zeit des Nationalsozialismus aufzuklären. Die von Dr. Isabel Heinemann, PD Dr. Willi Oberkrome, Dr. Sabine Schleiermacher und Prof. Patrick Wagner wissenschaftlich ausgearbeitete Ausstellung ist ein Teil dieser Bemühungen, die zugleich einen Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte im zwanzigsten Jahrhundert leisten will. Die Ausstellung ist in der Universitätsbibliothek Tübingen, Bonatzbau, Wilhelmstraße 32, 72074 Tübingen zu sehen. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 09:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Schlagwörter

AUSSTELLUNG, BESICHTIGUNG, DEUTSCHE FORSCHUNGSGEMEINSCHAFT, NATIONALSOZIALISMUS, NATIONALSOZIALIST, PLANUNG, PRESSE (PUBLIZISTIK), TUEBINGEN, UNIVERSITAET, UNIVERSITAETSBIBLIOTHEK, VERTREIBUNG, WISSENSCHAFT,

Veranstalter Eberhard Karls Universität Tübingen in Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Kontaktadresse Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Eberhard Karls Universität Tübingen, Ansprechpartner: Michael Seifert, Pressesprecher, Wilhelmstr. 5, 72074 Tübingen; Tel.: (0 70 71) 29-76789, Fax: (0 70 71) 29-5566
E-mail des Kontakts michael.seifert@uni-tuebingen.de
Beginn der Veranstaltung 24.10.2007, 14:00
Ende der Veranstaltung 24.10.2007, 16:00
Veranstaltungsstätte Universitätsbibliothek Tübingen, Bonatzbau, Wilhelmstr. 32, 72074 Tübingen
Land der Bundesrepublik Deutschland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Tagungssprache Deutsch
Relevanz bundesweit
Inhaltsbereich der Veranstaltung Hochschule; Wissenschaft/Bildungsforschung
Adressaten Hochschullehrer/innen / Forscher/-innen; Fachleute aus Bildungspolitik und -verwaltung
Aufgenommen am 16.10.2007
Zuletzt geändert am 16.10.2007

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