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Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung

h t t p s : / / k u l t u s m i n i s t e r i u m . h e s s e n . d e / s c h u l s y s t e m / s c h u l w a h l / s c h u l f o r m e n / b e r u f l i c h e - s c h u l e n / b e r u f s f a c h s c h u l e - z u m - u e b e r g a n g - a u s b i l d u n g - b u e aExterner Link

Ziel des Projekts ist es, durch die Weiterentwicklung der Schulform Berufsfachschule Jugendlichen einen bestmöglichen Übergang in ein (duales) Ausbildungsverhältnis zu ermöglichen. Erreicht werden soll dies durch eine stärker im Fokus stehende berufliche Orientierung mit beruflichen Phasen und durch die Förderung überfachlicher und fachlicher Kompetenzen. Darüber hinaus sollen allgemeinbildende Schulabschlüsse erworben werden können.

Das primäre Ziel der BÜA ist es, Schüler*innen bereits nach einem Schuljahr – mit einem Hauptschulabschluss – in ein passgenaues Ausbildungsverhältnis zu vermitteln.
In diesem ersten Jahr (Stufe I) der erhalten die Jugendlichen durch den Berufsbildenden Unterricht Einblicke in berufsspezifische Abläufe aus mindestens zwei beruflichen Schwerpunkten, wie z. B. Pflege, Farbtechnik und Raumgestaltung, Metalltechnik, Handel, Körperpflege und Elektrotechnik. Die erworbenen Kompetenzen, die durch hessenweit einheitliche Kompetenzraster abgebildet werden, geben Betrieben Aufschluss darüber, inwieweit jemand für ebendiese Schwerpunkte geeignet ist. Betriebliche Phasen (Praktika) unterstützen die Schüler*innen weiterhin in ihrer beruflichen Orientierung und ermöglichen ihnen, die betriebliche Praxis mit all ihren Abläufen besser kennenzulernen.
Neben Unterricht in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Mathematik und Englisch gibt es wöchentlich vier Profilgruppenstunden, in denen die Schüler*innen umfassend bei der Berufswahl und beim Bewerbungsprozess beraten und unterstützt werden.

Diejenigen Jugendlichen, die einen Ausbildungsberuf anstreben, für den der mittlere Bildungsabschluss benötigt wird, können diesen im zweiten Jahr der BÜA erwerben (Stufe II). Der berufsbildende Lernbereich wird hier in einem fest gewählten Schwerpunkt in Theorie und Praxis unterrichtet und es werden zwei Stunden Profilgruppenunterricht erteilt.

Im Profilgruppenunterricht in Stufe I und Stufe II können die Schüler*innen in einem bewertungsfreien Rahmen gemeinsam im Profilgruppenverband und mit einer Profilgruppenehrkraft – unterstützt durch sozialpädagogische Betreuung – an zentralen Einheiten der überfachlichen Kompetenzen arbeiten, um einen Kompetenzzuwachs im persönlichen Bereich zu erlangen, der nicht zuletzt auch für das Bestehen auf dem Ausbildungsmarkt relevant ist. Darüber hinaus setzen sie sich intensiv mit ihren Stärken und Schwächen, mit Berufsbildern und Ausbildungswünschen sowie -möglichkeiten auseinander. Sie suchen nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen, schreiben Bewerbungen, simulieren Einstellungstest und Vorstellungsgespräche. Zudem werden die Erfahrungen aus den betrieblichen Phasen (Praktika) sowie die schulischen Leistungen genau unter die Lupe genommen und die weitere schulische/berufliche Laufbahn geplant.

Zielgruppe des Projekts sind Schüler*innen, die noch keine 18 Jahre alt sind, mindestens aus Klasse 8 der allgemeinbildenden Schule kommen, noch keinen Schulabschluss und keinen Ausbildungsplatz haben.
Im Schuljahr 2017/2018 haben sich 26 hessische Schulen und Schulverbünde auf den Weg gemacht, BÜA als Ersatz für die Schulformen "Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung", "zweijährige Berufsfachschule" und "einjährige höhere Berufsfachschule" einzuführen und erfolgreich in der Bildungslandschaft zu etablieren. Zum Schuljahr 2021/2022 nehmen insgesamt 38 Schulen bzw. Schulverbünde an dem Modellprojekt teil.

Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Einführung der Schulform Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung, um Jugendliche besser auf eine Berufsausbildung vorzubereiten.

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Schlagwörter

Hessen, Berufsbildung, Berufsfachschule, Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Berufswahl, Schulabschluss, Übergang Schule - Beruf, Hauptschulabschluss, fachliche Kompetenz, überfachliche Kompetenz,

Titel Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung
Kurztitel BÜA
Projekttyp Länderprojekt
Projekt wird gefördert durch Hessen
Bildungsbereich Berufliche Bildung
Innovationsbereich Bildungsstandards, Kompetenzen, Tests; Bildungsnetzwerke
Organisationsstruktur

Projektförderung:
Hessisches Kultusministerium

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation:
Technische Universität Darmstadt, Arbeitsbereich Technikdidaktik;
Hessische Lehrkräfteakademie (Befragung der Schulen zu den Werdegängen der Schüler*innen)

Zum Schuljahr 2021/2022: 38 teilnehmende Schulen bzw. Schulverbünde

Projektbeginn 01.08.2017
Projektende 31.07.2025
Beteiligte Bundesländer Hessen
Zuletzt geändert am 07.09.2021

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