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Jaksztat, Steffen; Preßler, Nora; Briedis, Kolja

Promotionen im Fokus.

Promotions- und Arbeitsbedingungen Promovierender im Vergleich.

http://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201215.pdfExterner Link

Die Zahl der abgeschlossenen Promotionen liegt in Deutschland seit vielen Jahren auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2011 haben hierzulande rund 27.000 Promovierte die Universit√§ten verlassen. Unabh√§ngig vom konkreten Promotionskontext ist die Betreuung durch den Doktorvater bzw. die Doktormutter ein Schl√ľssel f√ľr die Zufriedenheit mit der Promotionssituation. Insgesamt jede(r) dritte Promovierende tauscht sich mindestens einmal pro Woche mit dem Betreuer bzw. der Betreuerin der Dissertation aus. Gut die H√§lfte der befragten Doktorandinnen und Doktoranden ist mit der erhaltenen Betreuung alles in allem (sehr) zufrieden. Mit Blick auf ihre Betreuerin bzw. ihren Betreuer heben viele positiv hervor, dass diese(r) ihnen gen√ľgend Freir√§ume bietet, Gespr√§che auf Augenh√∂he f√ľhrt, verl√§ssliche Zusagen macht sowie die Arbeit an der Dissertation durch konstruktive R√ľckmeldungen unterst√ľtzt. Unabh√§ngig davon, w√ľnscht sich die Mehrheit der Promovierenden regelm√§√üige R√ľckmeldungen zur eigenen Arbeit und gleichzeitig, m√∂glichst autonom und mit ausreichendem Entscheidungsspielraum zu arbeiten. Vor allem in fachlicher Hinsicht w√ľnschen sie sich von ihren Betreuer(inne)n mehr Unterst√ľtzung bei ihrer Karriereplanung. Durchaus keine Seltenheit sind Abbruchgedanken: Mehr als vier von zehn befragten Promovierenden haben nach eigenen Angaben bereits ernsthaft √ľber einen Abbruch der Promotion nachgedacht. Ein entscheidender Faktor f√ľr die erfolgreiche Bew√§ltigung eines Promotionsvorhabens ist der Faktor Zeit. Insbesondere Promovierenden in strukturierten Promotionskontexten gelingt es, vergleichsweise viel Zeit - n√§mlich ca. sechs Stunden pro Tag - f√ľr ihre Qualifikationsarbeit aufzuwenden. Besonders f√ľr diejenigen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ist eine fr√ľhzeitige Integration in die Scientific Community wichtig. Zwar gibt rund die H√§lfte der Befragten an, in regelm√§√üigem fachlichen Austausch mit anderen Wissenschaftler(inne)n zu stehen, Kooperationen bei Publikationen oder bei Vortr√§gen kommen dagegen deutlich seltener vor. In den Befragungsergebnissen kommt sehr deutlich zum Ausdruck, dass insbesondere promovierende M√ľtter mit einer Doppelbelastung durch Familienarbeit und wissenschaftliche Qualifikation umgehen m√ľssen. Im Vergleich zu promovierenden V√§tern √ľbernehmen sie deutlich mehr Betreuungsaufgaben und einen gr√∂√üeren Teil der Arbeit im Haushalt. F√ľr die vom Bundesministerium f√ľr Bildung und Forschung (BMBF) gef√∂rderte Studie wurden insgesamt 2.850 Doktorand(inn)en aus verschiedenen institutionellen Kontexten befragt, sowie jene ohne institutionelle Anbindung haben ihre Erfahrungen im Rahmen einer WiNbus Online-Befragung zum Ausdruck gebracht. WiNbus ist ein von HIS-HF mit Unterst√ľtzung durch das BMBF durchgef√ľhrtes Online-Panel f√ľr den wissenschaftlichen Nachwuchs. (HoF/Text √ľbernommen).

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Schlagwörter

Soziale Lage, Arbeitsbedingungen, Promotion, Promotionsstudium, Betreuung, Abbruch, Rahmenbedingung, Studentenschaft, Wissenschaftlicher Nachwuchs, Deutschland,

Dokumenttyp Monographie
Medientyp online; gedruckt
Reihe Forum Hochschule#Bd.#2012, 15
Erscheinungsjahr 2012
Ort Hannover
ISBN 978-3-86426-021-6
Sprache deutsch
Erfasst von Institut f√ľr Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universit√§t Halle-Wittenberg
Update 2013/2
Beigaben grafische Darstellungen; Illustrationen; Grafiken; Tabellen; Literaturangaben S. 97-102

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