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  • Jamila* – "Deutschland, mein vorübergehendes Zuhause."

    Schülerin aus Münster [1. Pseudonym, Namen auf Wunsch geändert] Als der Krieg in Tschetschenien 1994 ausbrach und russische Truppen nach Grosny einmarschierten, veränderte sich das Leben von Jumila radikal. Sie war damals 7 Jahre alt. 1999 schließlich flüchtete die Familie aus dem Land, um ihr Leben zu retten. Mit einem Minibus kamen sie nach Deutschland, nach Münster. ...

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  • Francesco D'AVINO – "Als ich jung war, habe ich gedacht, hier verdiene ich Geld – und gehe dann zurück nach Italien und mache mir ein schönes Leben."

    Francesco d’Avino kam 1958 mit 18 Jahren aus Italien nach Deutschland, um Geld zu verdienen. Die ersten Jahre arbeitete er bei Zirkus Krone und reiste durch Deutschland. Nach ein paar Jahren ließ er sich im Ruhrgebiet nieder und fand als Zimmermann eine Anstellung im Baugewerbe. Arbeiter für den Wiederaufbau in Deutschland waren damals begehrt. Später gründete er eine ...

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  • Rangin Dadfa SPANTA – 'Leben im Exil bedeutet Leben und Denken zwischen zwei Kulturen.'

    ehem. Student aus Aachen und Außenminister von Afghanistan (2006-2010) +++ Ursprünglich wollte Rangin Dadfar Spanta nur vier Monate in Deutschland bleiben, um eine Zeitung für den Widerstand in Afghanistan aufzubauen. Doch dann änderte er seine Meinung und wollte nicht zurück in den bewaffneten Kampf nach Afghanistan. Stattdessen ließ er sich mit seiner Familie in Aachen ...

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  • Arifien MUSNADI – "Ich bin eigentlich ein Kosmopolit, aber auch ein Patriot."

    Journalist aus Bergisch-Gladbach +++ ‘Meine Jugend war geprägt vom Befreiungskampf’, sagt Arifien Musnadi, der 19 Jahre alt war, als sein Heimatland Indonesien 1949 von den niederländischen Kolonialherren unabhängig wurde. Vorher war er Partisanenkämpfer gewesen. Ihn zog es hinaus in die weite Welt: Anfang der 50er-Jahre kam er nach Deutschland, um in Münster zu ...

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  • Elide Caresta – "Mein Mann hat mir nicht erzählt, dass es hier so ist, sonst wäre ich bestimmt nicht gekommen."

    Elide Caresta kam 1967 nach Deutschland, eigentlich sollte es nur die Hochzeitsreise sein. Doch da ihr Mann bereits hier Arbeit hatte, blieb sie. Sie fing an, als Näherin in einer Fabrik in Duisburg zu arbeiten, bekam zwei Kinder und gewöhnte sich allmählich an Deutschland, auch wenn es am Anfang viele Sprachbarrieren und Orientierungsprobleme gab. Die deutsche Küche ...

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  • Paul KOBELEV – 'Ich habe gedacht: Deutschland ist ein Paradies.'

    Schüler aus Köln +++ Paul Kobelev ist 2001 mit seiner Familie aus Russland ausgewandert, um der Armee zu entkommen. Er freute sich auf Deutschland und ihm war klar, dass er nicht mehr nach Russland zurückkehren würde. Er wollte in die Großstadt. Die Behörden schickte die Familie nach Aachen. Aber schon für den Deutschkurs pendelte er zwischen Aachen und Köln. Für ...

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  • Sinthuja ARULSINGAM* – "Heimat ist da wo ich mich wohl fühle, wo ich so sein kann, wie ich bin."

    Name geändert +++ Studentin aus Köln +++ Sinthuja Arulsingam ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Ihre Eltern haben in den 1980er Jahren ihr Heimatland Sri Lanka verlassen. Sie legen großen Wert auf die Tradition ihres Heimatlandes. Deshalb suchen sie einen Tamilen als Ehemann für ihre Tochter. Ihr Vater kam 1984 und ihre Mutter 1986 nach Deutschland. Seit Sinthuja ...

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  • Rajinder* – "Das Anders-Sein war, dass ich einen Turban getragen haben."

    *Name auf eigenen Wunsch verkürzt +++ DJ und Hochzeitsveranstalter +++ Rajinder verließ seine Heimat Indien als Kind. Gemeinsam mit seiner Mutter kam er 1992 nach Deutschland. Sein Vater hat Indien schon Jahre vorher verlassen. Rajinder fiel von Anfang auf, denn er trug lange Haare und einen Turban: das Erkennungsmerkal eines Sikhs. Das kannten seine Mitschüler nicht, ...

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  • Emmanuel PETERSON – "Es gab nie ein bessere Zeiten für Schwarze in Deutschland als heute."

    Emmanuel kam mit 9 Jahren aus einer kleinen Stadt in Ghana nach Deutschland. Seine Mutter war bereits vor Jahren nach Deutschland gegangen und schickte der Familie regelmäßig Geld nach Afrika. Emmanuel und seine beiden Schwestern lebten bei Verwandten. Als er 9 Jahre alt war, holte ihn die Mutter nach. Hier angekommen, erkannte er sie am Flughafen nicht. So lange hatten sie ...

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  • Noemi RAZ – "Ich glaube, ich werde bis zum Ende meines Lebens nicht mehr das Gefühl bekommen, dass ich irgendwo zuhause bin."

    Lehrerin aus Köln +++ Noemi Raz wurde in Tel Aviv geboren, für sie die schönste Stadt der Welt, die westlichste Stadt Israels, mediterran, kulturell- und weltoffen. Ihre Eltern waren 1939 von Wien nach Palästina geflohen, auf einem uralten Schiff, einem "Seelenverkäufer". Sie wuchs voller Hass und Misstrauen gegen die Deutschen auf, war eine stolze Israelin, die ...

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