Internationales Jahr der Mehrsprachigkeit
Die hier vorgestellten Quellen fokussieren den internationalen Kontext von Sprachpolitik und Mehrsprachigkeit, insbesondere für englischsprachige Nutzer. Weitere Linksammlungen zu bilingualer Erziehung und Bildung in Deutschland (in deutscher Sprache) finden Sie hier: Zweisprachigkeit, Mehrsprachigkeit (Schule) und Erziehung zur frühen Mehrsprachigkeit (Elementarbildung)
Sprachpolitik - Die Vereinten Nationen
International Mother Language Day (21 February)
http://www.un.org/Depts/dhl/language/
Seit dem Jahr 2000 wird am 21. Februar die Bedeutung von Muttersprache und Sprachvielfalt von den Vereinten Nationen thematisiert (UNESCO). In diesem Rahmen wird 2008 ein Internationales Jahr der Mehrsprachigkeit ausgerufen: die Rolle von Minderheitensprachen und regionalen Sprachen soll im Kontext von kultureller Identität und Vielfalt beleuchtet werden. Die Website verlinkt auf internationale Aktivitäten, Netzwerke und Dokumente zum Thema.
2008, Intenational Year of Languages. Languages Matter!
http://portal.unesco.org/culture/en/ev.php-URL_ID=35344&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201.html
Website zum UNESCO-Jahr der Sprachen, das am 21. Februar 2008 beginnt. Im Fokus stehen Aspekte der Mehrsprachigkeit (Links zu Aktivitäten, Stellungnahmen, Publikationen).
Cultural and Linguistic Diversity in Education (UNESCO)
http://portal.unesco.org/education/en/ev.php-URL_ID=12871&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201.html
Einer der Schwerpunkte der Bildungspolitik der UNESCO betrifft den Shutz kultureller und sprachlicher Vielfalt. Die Website informiert über Ziele, Programme und Veranstaltungen sowie Publikationen, die im Kontext von Minderheitensprachen, Sprachvielfalt und Förderung von Mehrsprachigkeit in der Bildung relevant sind.
Sprachpolitik - Die Europäische Union / Deutschland
Europa Sprachenportal
http://europa.eu/languages/de/
Informationen über die Sprachen der Europäischen Union zu den Themen: Sprachenvielfalt, Sprachen lernen, Sprachen lehren, Übersetzung, Dolmetschen oder Sprachtechnologien.
Die Informationen sind sortiert nach:
Politik, Tätigkeiten, EU-Förderungen, Jobs, Veröffentlichungen, Sprachenressourcen und Aktuelles.
Ein Teil des Materials ist statisch und liegt in allen Amtssprachen vor. Einige Seiten haben dynamische Inhalte, die regelmäßig geändert werden und möglicherweise nicht in allen Sprachen verfügbar sind.
Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen - Eine neue Rahmenstrategie für Mehrsprachigkeit, 22.11.05
High Level Commission on Multilinguallism Final Report 2007 (pdf)
http://ec.europa.eu/education/policies/lang/doc/multireport_en.pdf
Abschlussbericht des von der EU-Kommission beauftragten Rats, der sich mit Mehrsprachigkeit befasst. Es werden folgende Aspekte einer EU-Strategie vorgestellt: Definition des Begrifs Mehrsprachigkeit, Bewusstsein und Motivation zum Sprachenlernen, die Rolle der Medien, Mehrsprachigkeit und Wirtschaft, regionale Sprachen und Sprachminderheiten, Mehrsprachigkeit in der Forschung sowie Übersetzen und Dolmetschen.
Eine neue Rahmenstrategie für Mehrsprachigkeit. Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen.
http://ec.europa.eu/education/policies/lang/doc/com596_de.pdf
Das Strategiepapier für Mehrsprachigkeit (34 S.) in Europa stellt Wege dar und schlägt neue Maßnahmen vor, die die Kommission und Mitgliedsstaaten aufnehmen werden. Es schließt auch Diagramme und Statistiken ein
Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen: Lernen, lehren, beurteilen
http://www.goethe.de/z/50/commeuro/deindex.htm
Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen stellt eine gemeinsame Basis dar für die Entwicklung von zielsprachlichen Lehrplänen, curricularen Richtlinien, Prüfungen, Lehrwerken usw. in ganz Europa. Er beschreibt umfassend, was Lernende zu tun lernen müssen, um eine Sprache für kommunikative Zwecke zu benutzen, und welche Kenntnisse und Fertigkeiten sie entwickeln müssen, um in der Lage zu sein, kommunikativ erfolgreich zu handeln. Die Beschreibung deckt auch den kulturellen Kontext ab, in den Sprache eingebettet ist. Der Referenzrahmen definiert auch Kompetenzniveaus, sodass man Lernfortschritte lebenslang und auf jeder Stufe des Lernprozesses messen kann. Neben dem deutschen Text gibt es Hinweise zur deutschen Übersetzung, den englischsprachigen Volltext: A Common European Framework of Reference for Languages: Learning, Teaching, Assessment sowie die Niveaubeschreibungen für das Deutsche: Profile Deutsch.
Dossier: die Macht der Sprache
http://www.goethe.de/dll/prj/mac/deindex.htm
Dossier des Goethe-Instituts mit Informationen zu einem Wettbewerb, Sprachenlernen, Mehrsprachigkeit, Sprache und kulturelle Vielfalt.Das Projekt thematisiert darüber hinaus diepolitishe Bedeutung von Sprache und Sprachwandel.
An introduction to the current European context in language teaching
http://www.ecml.at/documents/pub214E2003Boldizsar.pdf
Englischsprachiges Buch (103 S. ist auch in Französisch verfügbar) das die europäische Sprachenpolitik kurz, aber umfassend darstellt und danach auf den gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (Common European Framework of Reference for Languages) und das Sprachenportfolio (European Language Portfolio) eingeht. Danach gibt es Beiträge was dies praktisch bedeutet sowie im letzten Teil eine Art Werkzeugkasten mit u.a. verschiedenen Fragebogen, auch für Austauschstudenten.
Mehrsprachigkeit im Unterricht
Content and Language Integrated Learning (CLIL) at School in Europe (Länderbeschreibungen)
http://eacea.ec.europa.eu/portal/page/portal/Eurydice/showPresentation?pubid=070DE
Diese von Eurydice erarbeiteten Länderbeschreibungen (201 S.) bieten Informationen zu dem fremdsprachlichen Fachunterricht nach dem CLIL-Ansatz, in dem bestimmte Fächer des Lehrplans in einer anderen Sprache als der regulären Unterrichtssprache unterrichtet werden (bilingualer Sachfachunterricht). Hierbei kann es sich um eine Fremdsprache, eine Regional- oder Minderheitensprache oder um eine zweite Amtssprache handeln. Die Darstellungen beziehen sich in erster Linie auf den Primar- und den Sekundarbereich in 30 europäischen Staaten (Bezugsjahr: 2004/05). Entsprechende Initiativen im Elementarbereich werden ebenfalls angeführt. Die Länderbeschreibungen beruhen alle auf einer einheitlichen Gliederung, um eine möglichst gute Vergleichbarkeit der Informationen zu gewährleisten: 1. Nationale Terminologie im Zusammenhang mit dem CLIL-Konzept; 2. Organisation und Status des fremdsprachlichen Fachunterrichts; 3. Profil und spezifische Ausbildung der Lehrkräfte für den fremdsprachlichen Fachunterricht; 4. Aktuelle Debatten und laufende Reformen; 5. Statistische Daten; 6. Bibliografie.
Per Klappmenü kommt man zu den einzelnen Länderberichten wobei diese zumeist in Englisch, teils in Französisch zur Verfügung stehen, darunter auch demjenigen zu Deutschland.
CLIL – Integriertes Fremdsprachen- und Sach-Fachlernen
http://www.goethe.de/ges/spa/dos/ifs/deindex.htm
Dossier des Goethe-Instituts zum bilingualen Unterricht. CLIL beruht auf der Idee, Schülern über den Einsatz von Fremdsprachen im Sachfachunterricht einen ganzheitlichen Zugang zur Fremdsprache zu vermitteln. Darüber hinaus soll das interkulturelle Verständnis und die Zweisprachigkeit nachhaltig gefördert werden: das Dossier liefert Informationen zur Methode des CLIL, zum Einsatz in Deutschland und Europa, zu Deutsch als Fremdsprache im bilingualen Kontext sowie eine Literaturliste und Links
CLIL in Deutschland: Zur Geschichte und zum gegenwärtigen Stand des bilingualen Sachfachunterrichts in Deutschland.
http://www.goethe.de/ges/spa/dos/ifs/cdl/de2747735.htm
Der Autor erläutert die Wurzeln des bilingualen Unterrichts in Deutschland: in den frühen 1960er Jahren entstanden in Folge des Vertrags zur deutsch-französischen Kooperation (22.01.1963) eine Reihe Gymnasien mit Französisch als Unterrichtsprache in bis zu drei Fächern. Eine Ausweitung des Konzepts auf Englisch als Unterrichtssprache, auch für andere Sekundarschulformen, ist erst in den 1990er Jahren zu verzeichnen. Das Land Nordrhein-Westfalen nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, mittlerweile bieten 800 Schulen bilinguale Unterrichtsmodelle an.
Verein für frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen e.V.
(FMKS e.V.) / Association for early multilingualism in day nurseries and schools, reg. soc..
http://www.fmks.eu
Der gemeinnützige Verein informiert, berät und unterstützt Projekte zur frühen Mehrsprachigkeit und kindgemäßem Lernen in bilingualen Kindertageseinrichtungen und Schulen mit zweisprachigem Unterricht. Im Webangebot finden sich Informationstexte und Broschüren zum Download, Links zu Projekten, zahlreiche Adressen, Hinweise, Hilfen etc., so u.a. auch eine kostenlose Jobbörse und Listen von bilingualen Kitas und Schulen.