Theorie der Behindertenpädagogik
Themenbereich THEORETISCHE GRUNDLAGEN der digitalen Volltextbibliothek bidok (Behindertenintegration - Dokumentation)
http://xims.uibk.ac.at/gopublic/content/bidok/library?subject=1;subject_id=3
In dem Internetangebot von ´bidok` werden Volltexte zum Themenbereich ´Theoretische Grundlagen`zusammengestellt.
(Radikaler) Konstruktivismus und Sonderpädagogik - Thesen und Anfragen aus theoretischer und praktischer Perspektive
http://www.heilpaedagogik-online.com/heilpaedagogik_online_0403.pdf
Zahlreiche didaktische Konzeptionen innerhalb der Sonderpädagogik beziehen sich in ihren theoretischen Grundlagen auf den pädagogischen Konstruktivismus. Der vorliegende Artikel stellt einige kritische Stimmen zum Konstruktivismus vor und relativiert auf diesem Hintergrund die Bedeutung des Konstruktivismus für die Weiterentwicklung der didaktischen Theorie und Praxis am Beispiel der Körperbehindertenpädagogik.
Anmerkungen zum fachkritischen Diskurs in der Heil- und Sonderpädagogik
http://www.heilpaedagogik-online.com/2005/heilpaedagogik_online_0405.pdf
Kontroverse Debatten auf fachlicher Ebene sind eine Grundvoraussetzung für die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Disziplinen. Dies gilt auch für die Heil- und Sonderpädagogik. Doch obwohl Theorien und praktische Handlungsmodelle unseres Faches eine kritische Auseinandersetzung geradezu herausfordern, finden solche Diskussionen kaum statt. Einer Weiterentwicklung auf wissenschaftlicher und praxisbezogener Ebene steht sich die Heilpädagogik damit selbst im Weg. Anhand von vier aktuellen Beispielen soll der Mangel an Diskussions- und Streitkultur in der Heil- und Sonderpädagogik verdeutlicht werden. Reaktionen darauf sind erwünscht. Ein Beitrag in eigener Sache, die Autoren sind Herausgeber der Zeitschrift Heilpädagogik online. OnlineZ
Peter Singers Praktische Ethik - die neue Euthanasie- und Eugenik-Debatte
http://bidok.uibk.ac.at/library/maeser-ethik-dipl.html
Diplomarbeit im Feld der integrativen Pädagogik zur Auseinandersetzung mit bioethische Fragestellungen in Bezug auf das Leben von Menschen mit Behinderungen.
Schwere Behinderung im Kontext von Ethik, Medizin und Pädagogik
http://www.lebenshilfe.de/wDeutsch/aus_fachlicher_sicht/downloads/Dederich-Ethik2.pdf
Seit Ende der 80er Jahre stehen ethische Fragen im Zentrum der Behindertenpädagogik sowie des Systems der Hilfe für Menschen mit Behinderungen. Damals brachen ethische Fragestellungen und Probleme plötzlich und eruptionsartig in die recht kleine und scheinbar heile sonderpädagogische Welt ein und weckten die Fachwelt aus „einem langen, tiefen und selbstgefälligen Dornröschenschlaf“ (Dürkop/Ruf 1991, 124) ...
Was hat der Diskurs der Reproduktionsmedizin mit der Behindertenpädagogik zu tun?
http://www.heilpaedagogik-online.com/2005/heilpaedagogik_online_0405.pdf
Wieso stimmen mehr und mehr ungewollt kinderlose Paare den neuen reproduktionsmedizinischen Verfahren zu? Dieser Frage wird mit der Methode der Diskursanalyse (Foucault) nachgegangen, indem die Zeitschrift Reproduktionsmedizin als Repräsentant des Diskurses der Reproduktionsmedizin über ihre 19 Jahrgänge hinweg untersucht wird. Als Ergebnis zeigt sich, dass auch für die Reproduktionsmedizin, das von Foucault charakterisierte Netz der BioMacht gilt. Es besteht aus unterschiedlichen Kräften, die sich gegenseitig bedingen und auch ihre Wirkungskraft verändern durch das aufeinander Einwirken. Für den Diskurs der Reproduktionsmedizin wird die Kraft des Faktischen u.a. über Prozesse der Medizialisierung und Normierung wirksam.
Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ändern sich : Anmerkungen zum fachkritischen Diskurs in der Heil- und Sonderpädagogik.
http://www.heilpaedagogik-online.com/2006/heilpaedagogik_online_0106.pdf
Ein Beitrag zum fachkritischen Gespräch in der Heil- und Sonderpädagogik.
Was tun wir da eigentlich? (Terminologische Überlegungen zum Kontext Sonderpädagogik)
http://www.uni-koblenz.de/~proedler/was_tun.htm
Was tun wir da eigentlich? lautet die einleitende Fragestellung des Autors. Heilsame Pädagogik? - Integrieren durch ´Sonderbehandlung´? - Besonderung durch Förderung? - Besondere Förderung durch oder trotz Integration?
Partizipative Forschungsmethoden und ihre konkrete Umsetzung
http://bidok.uibk.ac.at/library/flieger-partizipativ.html
Im Bereich der behindertenpädagogischen Forschung bieten sich partizipative Forschungsmethoden, d.h. Forschung unter der Beteiligung von Personen mit Behinderung bzw. unter der Beteiligung von Eltern behinderter Kinder an. Der Aufsatz gibt einen Überblick über die Entwicklung und Umsetzung von partizipativen Forschungmethoden in der Praxis.
Behinderung neu denken - Disability studies
http://www.partizip.de/Illustrierte/Reportagen/Neu_denken/neu_denken.html
In den USA und England gibt es seit Anfang der 80er Jahre Disability Studies, übersetzt Behinderungswissenschaft. Der Beitrag erläutert Begriff und Inhalt dieses für Deutschland neuen Wissenschaftsbegriffs.
Selbstbestimmung als behindertenpolitisches Paradigma. Perspektiven der Disability Studies
http://bpb.de/publikationen/QBYGJ5,0,0,Selbstbestimmung_als_behindertenpolitisches_Paradigma_Perspektiven_der_Disability_Studies.html
Der Begriff Selbstbestimmung ist eine zentrale Leitlinie der aktuellen Behindertenpolitik. Disability studies zu betreiben, bedeutet einen Perspektivwechsel vorzunehmen, von der pädagogischen Herangehensweise, dass behinderte Menschen vor allem deshalb der Autonomie bedürfen, um ihre gesundheitliche Beeinträchtigung besser bewältigen zu können, zur Untersuchung des Zusammenhangs von Selbstbestimmung und Behinderung aus kulturwissenschaftlicher Sicht.
Differenz anders gesehen: Studien zur Behinderung
http://bidok.uibk.ac.at/library/tervooren-studien.html
Was wäre, wenn Behinderung nicht mehr als defizitäres Phänomen betrachtet würde, mit dem sich zuallererst Ärzte und Ärztinnen, Pädagogen und Pädagoginnen und einige Sozialwissenschaften am Rande beschäftigten? Und was geschähe, wenn der Zugang zum Thema Behinderung ein ebenso komplexer wäre, wie ihn in den 90er Jahren unterschiedliche Disziplinen für die Themen Geschlecht, kulturelle Differenz und sexuelle Orientierung entwickelt haben?
Disability Studies - Vom Defizit zum Kennzeichen
http://bidok.uibk.ac.at/library/tervooren-defizit.html
In der interdisziplinären Forschung der Disability Studies wird Behinderung nicht als Defizit verstanden, das überwunden oder geheilt werden soll, wie es medizinische Modelle lange Zeit propagierten, sondern es geht darum ein soziales Modell zu erarbeiten, das die Erfahrungen des Behindertwerdens anhand der historischen, sozialen und politischen Bedingungen einer Gesellschaft analysiert.
Disability Studies in Deutschland
http://www.disability-studies-deutschland.de/index.php
Das Projekt Aufklärung über Disability Studies des bifos e.V. will einen grundlegenden Beitrag zur Information über und Verbreitung von Disability Studies leisten, um diesen internationalen Wissenschaftsansatz auc in Deutschland bekannter zu machen.
American pragmatism, sociology and the development of disability studies
http://www.heilpaedagogik-online.com/heilpaedagogik_online_0303.pdf
Mit den disability studies ist die Heilpädagogik in jüngster Zeit auf ein neues Forschungsfeld gestoßen. Die Entwicklung dazu nahm in den USA ihren Ausgang. Der Autor, ein amerikanischer Sozial- und Kulturwissenschaftler, bietet Ihnen einen Überblick über die Entstehung und die Wurzeln dieses Forschungsfeldes in den USA.
Disability studies and deaf studies: Kohärenz, Interdependenz und Widersprüchlichkeiten zweier neuer Disziplinen
http://bidok.uibk.ac.at/library/bruhn-disziplinen.html
Sowohl Deaf Studies als auch Disability Studies sind neuere emanzipatorische Wissenschaftsansätze, die die Interessen und Perspektiven benachteiligter Gruppen in den Mittelpunkt von Lehre und Forschung stellen. Davon ausgehend, dass das Phänomen Behinderung im Wesentlichen nicht ein Problem von Behinderung betroffener Menschen ist, steckt die stärkste Behinderung nicht zuletzt auch in den Köpfen der Betroffenen selbst. Deaf Studies und Disability Studies könnten sich gegenseitig bereichern und so weitere emanzipatorische Entwicklungen zugunsten Gehörloser, Schwerhöriger und Spätertaubter aber auch anderer von Behinderung betroffener Menschen befördern. Hierzu will der vorliegende Artikel beitragen.
You need to talk to themselves - Selbstbestimmung und Selbstvertretung von Menschen mit Lernschwierigkeiten
http://bidok.uibk.ac.at/library/hagleitner-selbstbestimmung-dipl.html
Menschen mit Lernschwierigkeiten werden Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, oftmals vorenthalten bzw. sie werden fremdbestimmt, womit eine selbstbestimmte Lebensgestaltung schwierig bzw. unmöglich gemacht wird. Der Satz “You need to talk to the people them self“, zeigt nach Aussage der Autorin einen gangbaren und notwendigen Weg zur Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten auf. Praktische Erfahrungen sammelte die Autorin im Rahmen eines Forschungsaufenthalts bei Central England People First, einer Organisation, die von Menschen mit Lernschwierigkeiten selbst geleitet und kontrolliert wird.
Vom Behinderungsparadigma zum heilpädagogisch-ökologischen Paradigma nach Speck
http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/pap/20947.html
Die Hausarbeit erläutert die Entstehung des heilpädagogisch-ökologischen Paradigmas nach O. Speck, das sich aus der Kritik am Behinderungsparadigma ergeben hat. Es folgt eine Beschreibung der Kritik Specks am Behinderungsbegriff und eine grobe Beschreibung des Paradigmas.
Den Diskurs anreizen
http://bidok.uibk.ac.at/library/tervooren-differenz.html
Die Autorin postuliert, dass erst eine kulturhistorisch inspirierte Forschung die Komplexität des Phänomens Behinderung erfassen könnte.
Die Konstruktion ``Behinderung`` oder die Macht der Normierung
http://bidok.uibk.ac.at/library/egger-dipl-behinderung.html#id2840486
Mit der Arbeit soll aufgezeigt werden, daß es sich bei dem Phänomen Behinderung um ein Produkt der herrschenden Normalitätsmacht handelt. Macht wird hier verstanden als herrschender Konsens über das was als normal und Normalität zu gelten hat.
Biopolitik der Behinderung: Die Macht der Norm und des `Normalen`
http://bidok.uibk.ac.at/library/naue-biopolitik.html
Im Kontext des zunehmenden Einflusses biomedizinischen und genetischen Wissens auf das politische Feld ergeben sich gegenwärtig neue Formen von Biopolitik, in deren Zuge Menschen mit Behinderungen heute immer sichtbarer werden. Diese gegenwärtige Biopolitik kann als Politik des Risikos und als ... eine Regierung genetischer Risiken, die im Namen von Selbstbestimmung, Eigenvorsorge, Verantwortung und Wahlfreiheit auf eine Optimierung des individuellen Humankapitals zielt, beschrieben werden. Im vorliegenden Beitrag soll der Frage nachgegangen werden, wie in diesem biopolitischen Kontext Behinderung verstanden wird, beziehungsweise wie sich das Verständnis von Behinderung dadurch zukünftig wandeln kann.
Definition des Begriffs Behinderung in Europa : Eine vergleichende Analyse
http://europa.eu.int/comm/employment_social/index/complete_report_de.pdf
Die Studie, welche die politischen Auswirkungen alternativer Definitionen von „Behinderung“ auf Konzepte und Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen analysiert und bewertet, ist relevant für alle, die sich für die Zukunft gemeinsamer Maßnahmen zugunsten von Menschen mit Behinderungen interessieren. Sie zeigt, dass die Definition dessen, was als Behinderung gilt, sich insbesondere darauf auswirkt, wie Menschen mit Behinderungen von Verwaltungen und anderen Einrichtungen wahrgenommen und behandelt werden.
Philosophischer und psychologischer Zugang zu den Begriffen Behinderung und Erkrankung.
http://bidok.uibk.ac.at/library/riegler-diplomarbeit.html
In der Diplomarbeit wird der Versuch unternommen, anhand philosophischer Äußerungen die Problematik der Ausgrenzung und Bewertung sog. ´´normabweichender´´ menschlicher Existenz darzustellen. n Menschen mit Behinderung kommen zu Wort, um durch ihre ´´alltagsphilosophischen´´ Aussagen zum Begriff Behinderung und chronische Erkrankung die angesprochene Thematik zu ergänzen.
Thema Behinderung - Buch der Begriffe
http://info.tuwien.ac.at/uniability/documents/Buch_der_Begriffe.pdf
Das Buch der Begriffe ist ein ungewöhnliches Wörterbuch zu Fragen von Behinderung und Integration. Das Nachschlagewerk listet eine Reihe von Begriffen und Redewendungen auf, die Menschen mit Behinderung sprachlich diskriminieren. Daneben bietet es Anleitung für einen nicht-diskrimierenden respektvollen Sprachgebrauch und erläutert wichtige Fachbegriffe. Entstanden ist das Buch in einer Kooperation von Integration:Österreich und dem Integrativen Journalismuslehrgang.
Der partizipatorische Forschungsansatz des Projekts Bildnis eines behinderten Mannes
http://bidok.uibk.ac.at/library/beh5-05-flieger-partizipation.html
Das von Volker Schönwiese beschriebene Projekt “Bildnis eines behinderten Mannes“ wird im Rahmen eines vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst finanzierten Programms zu transdisziplinärem Forschen abgewickelt. Transdisziplinarität meint im Unterschied zu Interdisziplinarität, die die Zusammenarbeit unterschiedlicher akademischer Fachdisziplinen bezeichnet, dass auch andere als akademische Wissensformen in den Forschungsprozess einbezogen werden. Konkret sollen, so die Ausschreibung, Stakeholder bzw. NutzerInnen von Forschung direkt und aktiv am Forschungsprozess partizipieren. Der Beitrag behandelt zuerst allgemeine Überlegungen zu partizipatorischem Forschen, anschließend erfolgt die Darstellung des konkreten Konzepts für das besagte Forschungsprojekt.
Das Bildnis eines behinderten Mannes : Kulturgeschichtliche Studie zu Behinderung und ihre Aktualität.
http://bidok.uibk.ac.at/library/schoenwiese-bildnis.html
Eine Studie über Behinderung im Hinblick auf die kulturgeschichtliche Entwicklung und ihrer heutigen Aktualität. Es wird von der These ausgegangen, dass die meisten Menschen ihre Umgangsweisen gegenüber Menschen mit Behinderung an Bildern und Vorstellungskonventionen ausrichten, bezugnehmend auf das das Bildnis eines behinderten Mannes aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Die stille Selektion
http://www.zeit.de/1999/01/Die_stille_Selektion
Pränatale Diagnostik hilft, Behinderungen früh zu erkennen. Paare müssen sich entscheiden: Austragen oder abtreiben? Ein kritischer Beitrag zu Eugenik, Behinderung und Schwangerschaftsabbruch.
Behinderung, Organisation, Theorie. Eine überfällige Konfrontation in systemtheoretischer Spielart
http://www.heilpaedagogik-online.com/2007/heilpaedagogik_online_0307.pdf
Die basistheoretische Debatte, die sich um das Thema der Behinderung in der modernen Gesellschaft innerhalb pädagogischer und soziologischer Zusammenhänge gruppiert, ist im Kern rasch überblickt und zeichnet sich kaum durch Facettenreichtum oder tief greifende Kontroversen aus. Man ist an vielen Stellen empiristisch sowie theorieavers und übersieht die gelegentlich existenziell erforderlichen Potenziale distanzierter und irritativer theoretischer Gegenreflexion. Um die Notwendigkeit moderner Theorienutzung angesichts gravierender gesellschaftlicher Veränderungen geht es in diesem Beitrag. Anhand der soziologischen Systemtheorie wird ein zentraler ‚blinder Fleck’ - die Organisation - vorgestellt, in Kontakt mit einer theoretischen Reformulierung von Behinderung gebracht und Hintergründe einer intensiveren Analyse gesellschaftlicher Dynamiken gegeben.
Der Andere: Mit Emmanuel Levinas die gesellschaftliche und schulische Integration behinderter Menschen neu denken
http://kups.ub.uni-koeln.de/volltexte/2006/1669/
Nach einer Einleitung (Kapitel 1) und der Darstellung des inhaltlichen Aufbaus der Arbeit (Kapitel 2) wird in Kapitel 3 das grundlegende Recht behinderter Menschen auf gesellschaftliche Teilhabe anhand nationaler und internationaler Dokumente belegt. Behandelt werden die Menschenrechte, das Grundgesetz der BRD, die Salamanca-Erklärung, die ICF, das Sozialgesetzbuch IV und die Gleichstellungsgesetze. In Kapitel 4 wird sich auf eine Spurensuche begeben und aufgezeigt, wie eine immer stärker werdende entsolidarisierende Leistungsethik in subtiler Form desintegrative Tendenzen entwickelt. Es folgt die konkrete Erarbeitung der wissenschaftlichen Vorgehensweise (Kapitel 5), die ausgehend von der Theorie Schleiermachers die methodischen Merkmale hermeneutischer Textinterpretationen anführt und anwendet. Unterschieden wird zwischen einem engen – auf Textinterpretationen beschränkt – und einem weiten – auf alle Objektivationen menschlichen Lebens gereichtet – Verständnis von Hermeneutik. Über das weite Verständnis von Hermeneutik erfolgt eine erste Annäherung an Levinas Philosophie (Kapitel 6), die einen kurzen Überblick über sein philosophisches Gesamtwerk bietet. In der Auseinandersetzung mit der Hermeneutik und mit Zentralbegriffen der Phänomenologie erfolgt anschließend die philosophische Vertiefung. Zum Abschluss des Kapitels werden phänomenologische Erkenntnisbezüge genannt, die die nachfolgenden philosophischen Ausführungen hinsichtlich der gesellschaftlichen und schulischen Integration behinderter Menschen strukturieren. Mittels der Levinas´schen Philosophie werden in den Kapiteln 7 und 8 mögliche Wege zu einer humanen gesellschaftlichen und schulischen Integration behinderter Menschen aufgezeigt. Die Andersheit des Anderen und seine Unbestimmbarkeit sowie ein neues, ein positives Verständnis von Heteronomie sollen einer neoliberalen Gesellschaft ein verändertes Denken entgegensetzen. Zum Abschluss werden die theoretisch-philosophischen Ausführungen mittels zweier Beispiele konkretisiert und eine Wissensbrücke von Theorie und Praxis geschlagen.
Der verletztliche Körper als Grundlage einer pädagogischen Anthropologie
http://www.heilpaedagogik-online.com/heilpaedagogik_online_0102.pdf
Ausgehend von der These, dass erst die Konstruktion eines behinderten Körpers die meist unhinterfragte Kategorie eines ´´ganzen´´ Körpers möglich macht, wird eine Systematik für den Umgang mit dem Thema Behinderung erarbeitet, die sowohl Behinderung als auch ihr Gegenteil untersucht. Um diese Entgegensetzung darüber hinaus jedoch in Frage zu stellen, wird der Begriff des ´´verletzlichen Körper´´ vorgeschlagen, auf dessen Grundlage auch die scharfe Trennlinie zwischen den Disziplinen Sonderpädagogik und Allgemeiner Pädagogik kritisiert wird.
Das geistig behinderte Kind, der Blick und das Fremde. Wie antwortet man auf die geistige Behinderung eines Kindes?
http://bidok.uibk.ac.at/library/weber-blick-dipl.html
Ein geistig behindertes Kind wird erblickt. Die Eltern, mögliche Geschwister, Großeltern, Freunde der Familie, Fremde, die ihm zufällig begegnen, alle können und werden es erblicken. Der Blick meint mehr als den bloß visuellen Akt des Sehens.
Die Stigma-Identitäts-These
http://bidok.uibk.ac.at/library/gl3-00-stigma.html
Stigmatisierte Gruppen gibt es in allen Gesellschaften. Warum wird also stigmatisiert? Weil das gegenseitige Stigmatisieren sehr wichtige Funktionen hat, sowohl für das einzelne Individuum (Orientierung, Entlastung, Identitätsstrategie) als auch für die Systemstabilität der Gesellschaft. Diese Interessenkongruenz sorgt dafür, dass Stigmatisierungsprozesse allgegenwärtig und außerordentlich schwer reduzierbar sind. Die Folgen von Stigmatisierung sind für Betroffene tief greifend: Kontaktverlust und Isolation auf der Ebene gesellschaftlicher Teilhabe, Spannung, Unsicherheit und Angst auf der Ebene der Interaktionen, schließlich drohen erhebliche Gefährdungen auf der Ebene der Identität.
Stigmatisierung 1+2 - Zur Produktion gesellschaftlicher Randgruppen
http://bidok.uibk.ac.at/library/stigmatisierung-index.html?hls=Stigmatisierung
Der Stigmatisierungsbegriff hat sich in der Analyse gesellschaftlicher Abgrenzungs- und Ausgliederungsprozesse durchsetzen können. Als Stigmatisierung werden soziale Prozesse bezeichnet; die durch »Zuschreibungen« bestimmter Eigenschaften (»Stigmata«) bedingt sind oder in denen stigmatisierende, d. h. diskreditierende und bloßstellende »Etikettierungen« eine wichtige Rolle spielen, und die in der Regel zur sozialen Ausgliederung und Isolierung der stigmatisierten Personengruppen führen.
Dem wahren schönen Guten oder warum sich über Geschmack nicht streiten läßt und er doch davon abhängt
http://www.uni-koblenz.de/~proedler/wa_sc_gu.htm
Grundsätzliche Überlegungen zum Zusammenhang von Ästhetik und Behinderung
Wer wird behindert?
http://www.heilpaedagogik-online.com/2004/heilpaedagogik_online_0404.pdf
Die These, dass Menschen nicht behindert sind, sondern behindert werden, ist mittlerweile ein fester Bestandteil nicht mehr nur der wissenschaftlichen, sondern auch der öffentlichen Diskussion über Behinderung. Zum Ausdruck kommt hier eine Abkehr von einem offensichtlich fragwürdig gewordenen Verständnis von Behinderung, in dem ´´Behinderung´´ Oberbegriff für eine Vielzahl medizinischer, psychologischer oder pädagogischer Diagnosen scheinbar vorsozialer, individueller Defizite ist. Geht man davon aus, dass nicht alle Menschen behindert werden, so stellt sich die Frage, wer zu den Menschen, die in einem bestimmten Kontext behindert werden, zu rechnen ist. Dieser Frage soll am Beispiel neuerer politisch bedeutsamer Versuche, Behinderung neu bzw. anders zu konzipieren, nachgegangen werden.
Was leistet die Diskursanalyse in der Sonderpädagogik?
http://www.heilpaedagogik-online.com/2004/heilpaedagogik_online_0404.pdf
Diskursanalyse ist weit mehr ein Forschungsprogramm denn eine bloße -methode. Sie gehört in den Kontext qualitativer Sozialforschung und operiert im Anschluss an Erkenntnisfragen der Wissenssoziologie. Die Leitfrage, die sie stellt, lautet: Wie bringen wir das symbolisch hervor, was wir behandeln? Die Produktivität diskursanalytischer Forschung wird theoretisch und methodisch an sonderpädagogischen Beispielen dargestellt. Die spezifische Leistung der Diskursanalyse in der Sonderpädagogik liegt im systematischen Hervorbringen von Reflexivität zweiter Ordnung. Das ist deshalb von herausragender Bedeutung, weil in der Sonderpädagogik gesellschaftliche Kontroversen ausgetragen werden, die die Versorgung des Bereichs mit Wissen und Können prekär machen, obwohl oder weil genau dies ständig folgenreich geschieht.
Erziehung als Technik - Versuch der Analyse eines pädagogischen Problems
http://bidok.uibk.ac.at/library/meier-erziehung.html
Aus dem Text der Einleitung: Das Konzept der Technik oder Technologie ist innerhalb der pädagogischen Theoriegeschichte immer wieder diskutiert worden, ohne dass dieses theoretische Problem einer Lösung zugeführt werden konnte.[1] Hierbei kann beobachtet werden, so Niklas Luhmann und Karl E. Schorr, dass nicht die Entwicklung einer pädagogischen Technologie, sondern vielmehr die Fragestellung, ob eine solche überhaupt denkbar ist, im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.[2] Wenn eine der Aufgaben dieser Arbeit auch darin besteht, einen Einblick in diese Auseinandersetzung zu vermitteln, und eine Analyse der betreffenden theoretischen Erwägungen versucht werden soll, wird damit doch durchaus ein für die aktuelle rehabilitationspädagogische Theoriebildung wichtiges Interesse verfolgt. So ist nämlich festzustellen, dass der wesentliche Diskurs der gegenwärtigen Sonderpädagogik in der Auseinandersetzung um das Für und Wider einer integrativen bzw. inklusiven Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung besteht.
Behinderung - Rehabilitation - Integration
http://bidok.uibk.ac.at/library/berger-rehabilitation.html
Das Verhältnis zwischen der Medizin und behinderten Menschen ist nicht unbelastet. Die Medizin hat über viele Jahrzehnte gebannt auf den biologischen Defekt geschaut, diesen Defekt mit naturwissenschaftlicher Genauigkeit klassifiziert und quantifiziert und in diesem Bemühen haben die Ärzte vielfach hinter der Behinderung den Menschen aus dem Blick verloren. In der Nazizeit und bereits davor stand die Medizin in vorderster Front bei der theoretischen Legitimation und bei der Durchführung der Zwangssterilisation und der Ermordung behinderter Menschen. Wir haben uns also an dieser Stelle auch zu einer historischen Schuld zu bekennen und eine Hypothek abzuarbeiten.
Medizin - Behinderung - Integration: Gibt es einen Paradigmenwechsel?
http://bidok.uibk.ac.at/library/berger-integration.html
Die gesellschaftliche Situation behinderter Menschen wird in erster Linie durch die sozioökonomische Entwicklung einer Gesellschaft bestimmt. In zweiter Linie sind Meinungen und Einstellungen und in dritter Linie sind wissenschaftliche Konzepte maßgebende Bestimmungsfaktoren. So war die Entwicklung kritischer sozialwissenschaftlicher Theorien in den 60-er und 70-er Jahren ein entscheidender Beitrag zur Wegbereitung der gesellschaftlichen Integration behinderter Menschen in Deutschland und Österreich. Insofern hält der Autor in seinem Beitrag die Frage nach einem Paradigmenwechsel in der Medizin für das Thema der Integration bedeutsam.
Die Förderung von Autonomie unter den Bedingungen der Entwicklungsbeeinträchtigung
http://bidok.uibk.ac.at/library/berger-fruehfoerderung.html?hls=berger
In den letzten Jahren ist ein Perspektivwechsel in der medizinischen Betreuung behinderter Kinder festzustellen, der von den Eltern dieser Kinder in Gang gebracht wurde: In den 70-er Jahren standen Früh-Erfassung, Früh-Therapie und die Entwicklung von Fertigkeiten im Zentrum und unsere Therapieangebote waren durchwegs an den Defiziten orientiert. Heute werden in wachsendem Maße Selbstkompetenz und Autonomie als ´Organisatoren` (R.SPITZ) von Fertigkeiten und Fähigkeiten erkannt.
Arbeitsgruppenbericht: ´Wer ist denn hier behindert?`
http://bidok.uibk.ac.at/library/kapelari-behindert.html?hls=
Arbeitsgruppenbericht auf dem 11. Österreichischen Symposium für die Integration behinderter Menschen. Überlegungen zu den Begriffen Behinderung und Integration.
Normalität
http://bidok.uibk.ac.at/library/lingenauber-normalitaet.html
Eine allgemeingültige Begriffsbestimmung von Normalität existiert nicht, unterschiedliche Normalitätsvorstellungen werden durch Diskurse erst hergestellt. Was unter Normalität und Anormalität (in diesem Zusammenhang: Behinderung) verstanden wird, unterliegt einer fortwährenden Diskussion. Die Frage, wer normal und wer behindert ist, wird in verschiedenen Diskursen ständig neu beantwortet.
Das integrative Feld - ein Feld der Anerkennung?
http://bidok.uibk.ac.at/library/ziemen-anerkennung.html
Entsprechend der theoretischen Konstruktion P. Bourdieus werden in diesem Beitrag einige ausgewählte Aspekte des integrativen Feldes reflektiert.
Anerkennung und Aneignung - Grundlegende Kategorien einer Behindertenpädagogik / Integrativen Pädagogik
http://bidok.uibk.ac.at/library/ziemen-kategorien.html
Die Autorin nimmt eine Verortung der, von ihr als grundlegend bestimmten, Kategorien der Anerkennung und der Aneignung vor und erläutert diese im Folgenden am Beispiel.
Accepting Diversity: An Interactive Handbook in Progress
http://www.tolerance.kataweb.it/eng/index.html
Das interaktive Handbuch ist eine Initiative von Mitgliedern der Académie Universelle des Cultures (Umberto Eco, Furio Colombo, and Jacques Le Goff) und richtet sich an interessierte Nutzer, Jugendarbeiter/Sozialarbeiter und Lehrer/-innen weltweit, die sich mit dem Thema Diversity/Vielfalt auseinander setzen und Jugendliche und Schüler/-innen unterrichten.
Interessierte Nutzer können an dem Handbuch mitarbeiten, indem sie eigene Beiträgen (Fachwissen, Praxisbeispiele, Materialien) an die Editoren senden.
Die geplanten Kapitel:
1. Different yet equal,
2. Religion,
3. This Land is my land,
4. Male and female,
5. Handicap,
6. Graftings and melting Pots,
7.The Golden Rule and the Intolerable.
Weitere Informationen zum Handbuch und zur Mitarbeit werden im Vorwort geliefert.
Das Handbuch ist online auf Englisch, Französisch und Italienisch verfügbar.
1000fragen.de - Online-Diskurs zur Bioethik Auswertung der Ergebnisse aus partizipationstheoretischer und wissenssoziologischer Sicht
http://www.hrf.uni-koeln.de/de/sozbeh/content/
Seit Oktober 2002 veranstaltet die private Förderorganisation „Aktion Mensch“ das Online-Forum www.1000fragen.de zur Bioethik. Als ein innovativer Beitrag zum Bioethik-Diskurs in Deutschland geht es in der öffentlichen Kampagne um die Partizipation der Bevölkerung an der gesellschaftlichen Debatte über die ethischen Probleme der modernen Medizin und der Gen- und Fortpflanzungstechnologie. In der ersten Phase des Internet-Diskursprojekts wurden über 10.000 Fragen und über 34.000 Kommentare gesammelt. Dieses zwar nicht repräsentative, aber in seinem Umfang und seiner Vielfältigkeit einzigartige Datenmaterial bildet den Korpus für eine im Oktober 2004 begonnene Studie über das bioethische „Massenbewusstsein“ der Zivilgesellschaft. Mittels standardisierter und qualitativer Inhaltsanalysen sollen die alltagsweltlichen Argumentationsmuster und die Strukturen des Laiendiskurses herausgefiltert werden. Ziel der partizipationstheoretisch und wissenssoziologisch angelegten Untersuchung ist es, eine „Landkarte des Wissens und der Einstellungen“ zur Bioethik in Deutschland zu erstellen.
Hochbegabtenförderung als Arbeitsfeld der Sonderpädagogik?
http://www.heilpaedagogik-online.com/2004/heilpaedagogik_online_0104.pdf
Zwar sind Hochbegabte in die Deskriptorenliste der Forschungsdokumentation Sonderpädagogik (SANDER, 1973) aufgenommen, praktischen Niederschlag hat dies in der Arbeit bzw. Auseinandersetzung innerhalb der Forschung jedoch kaum gefunden. Man könnte vermuten, dass Hochbegabung im Begriffsverständnis der Sonderpädagogik (noch?) keinen Platz gefunden hat. Diese Arbeit versucht diese Lücke zu schließen.
Literaturempfehlungen zur Sonderpädagogik
http://www.verband-sonderpaedagogik.de/con/cms/upload/pdf/Literaturempfehlungen2007.pdf
Der Verband Sonderpädagogik e.V. legt Literaturempfehlungen vor, und möchte damit einen Leitfaden bei der Suche nach geeigneter Literatur zur pädagogischen Prävention und Rehabilitation geben.
Der Pfeil - ein Emblem der Vergangenheit
http://heilpaedagogik-online.com/2009/heilpaedagogik_online_0309.pdf
Der Autor geht der Frage nach, inwieweit Bilder und Grafiken als Mittel der Kommunikation in sonderpädagogischen Texten hilfreich sein können. Dabei hinterfragt er, welche Rolle dem Grafischen bei der Erläuterung sonderpädagogisch relevanter Scahferhalte zukommt und welches Verständnis dabei unterthematisiert transportiert wird.