DIPF-Logo
Deutscher Bildungsserver. Der Wegweiser zur Bildung. Onlineressourcen

Themen


Hier beginnt der Inhalt:

CfP: Familienförmigkeit? – Zur Geschichte und Gegenwart pädagogischer Institutionen und Organisationen

  • Diese Seite posten:
  • Edutags-Logo
  • g+
  • Twitter-Logo
  • Facebook-Logo
  • Delicious-Logo
Formale Angaben:
Titel der Veranstaltung: CfP: Familienförmigkeit? – Zur Geschichte und Gegenwart pädagogischer Institutionen und Organisationen
URL der Veranstaltung: http://www.dgfe.de/fileadmin/OrdnerRedakteure/Sektionen/Sek01_HBF/2017_C fP_AHFF.pdf
Veranstalter: Arbeitskreises Historische Familienforschung (AHFF) in der Sektion Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
Kontaktadresse: Gippert, Wolfgang
Beginn der Veranstaltung: 27.01.2017
Ende der Veranstaltung: 28.01.2017
Veranstaltungsstätte: Universität Hildesheim
Ort: Hildesheim
Staat: Deutschland
Inhaltliche Angaben:
Inhaltsbereich der Veranstaltung: Wissenschaft/Bildungsforschung
Adressaten: Hochschullehrer/innen / Forscher/-innen
Kurzbeschreibung:

Gegenwärtig ist zu beobachten, dass in aktuellen bildungspolitischen Debatten wie auch in behördlichen Dokumenten und in Texten einzelner pädagogischer Institutionen und Organisationen verstärkt die Familie als Organisationsmuster und ideologische Ressource zur Legitimierung pädagogischer Ziele und Reformen herangezogen wird. Familie scheint eine hohe Attraktivität als Referenz pädagogischer Bestrebungen sowie institutioneller und organisationaler Reformen zu besitzen. Die Tagung möchte der Frage nachgehen, inwiefern mit dieser positiven Bezugnahme pädagogischer Institutionen und Organisationen auf Familie eine Neuerung vorliegt oder ob sich hier längerfristige Entwicklungen, historische Brüche oder auch historische Epochalisierungen nachweisen lassen. Damit ist die Tagung offen für historische wie aktuelle Vorträge.

Inhaltlich stellt sich insbesondere die Frage nach dem Verhältnis von Familienförmigkeit und pädagogischer Professionalität. Welchen Einfluss haben Vorstellungen von Familienbeziehungen auf das professionelle Verhalten von Fachkräften in pädagogischen Handlungsfeldern? Verbirgt sich dahinter eine wachsende Kritik und Distanz gegenüber öffentlichen pädagogischen Institutionen und Organisationen? Nähern sich die Rollenmuster in öffentlichen pädagogischen Institutionen und Organisationen und diejenigen in Familien einander an? Verändern sich Lern- und Entwicklungsumgebungen für Kinder und Jugendliche in Schulen, Universitäten, Fürsorgeeinrichtungen etc. zugunsten familienähnlicher, informeller Umwelten? Schließlich: Sind diese Entwicklungen und Diskurse Ausdruck zunehmend postmoderner und poststrukturalistischer Verhaltensmodi, Handlungsorientierungen und Sinnzuschreibungen?

Mit dem Thema verbundene Fragestellungen sind keineswegs nur zeitgeschichtlich, sondern es verbinden sich damit Forschungsperspektiven für alle historischen Epochen: Für das 18. und 19. Jahrhundert stellen sich z. B. Fragen nach den Konstitutions- und Zielvorgaben öffentlicher Bildungssysteme sowie nach impliziten familialen Konkurrenzen oder Vorbildern, die auch schultypenspezifisch sein konnten. Der deutschen Volksschule des Kaiserreichs bspw. waren familienähnliche Beziehungen von väterlichen Lehrern zu seinen ‚Kindern‘ näher als dem deutschen Gymnasium. Dies galt aber nicht in gleichem Maße für die Bildungssysteme anderer Staaten. Ebenso lehnten sich insbesondere höhere Internatsschulen des Auslands in ihren Organisationsmustern oftmals an die Familie an. In Deutschland machten sich im 19. und 20. Jahrhundert pädagogische Reformbewegungen die Familie zunutze, um gegen eine vermeintlich fabrik- und kasernenartig organisierte ‚Massenschule‘ zu protestieren und sich selbst als pädagogische Gegenwelt strukturell und ideologisch zu positionieren. Weiterhin stellt sich die Frage, mit welchen Familienleitbildern in pädagogischen Zusammenhängen historisch und aktuell operiert wurde bzw. wird.

Die Tagung will ein Forum bieten, das Thema „Familienförmigkeit“ in seiner ganzen inhaltlichen Breite national wie international zu erörtern. Wünschenswert sind auch Beiträge, die konzeptuelle oder theoretische Aspekte des Themas „Familienförmigkeit“ in den Mittelpunkt stellen. Die Beiträge sollen einen Umfang von 30 Minuten nicht überschreiten.

Bitte reichen Sie bis spätestens 30. November 2016 ein kurzes Exposé ein.
Schicken Sie Ihren Vorschlag per e-Mail an: PD Dr. Wolfgang Gippert, Universität zu Köln (wgippert@uni-köln.de) (Tel.: 0221/470-7714).


Sonstige Angaben:
Datensatz aktualisiert am: 21.11.2016

Ausgewählte Links zu dieser Seite

Diesem Link bitte nicht folgen Diesem Link bitte nicht folgen Diesem Link bitte nicht folgen