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Wo bleibt die Jugend? – Statement des Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz zu den aktuellen Koalitionsverhandlungen

"Wir erwarten von SPD und CDU/CSU in den anstehenden Koalitionsverhandlungen deutliche Aussagen und Vereinbarungen zur künftigen Jugendpolitik. Die gesamte Perspektive auf die Jugend muss dringend gestärkt werden. Im Sondierungsergebnis sucht man nach wirklich neuen Akzenten wie nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Eine ausschließlich auf die Familienpolitik und die Kindheitsphase konzentrierte Politik greift zu kurz." So äußerte sich der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) e.V. Prof. Dr. Bruno W. Nikles gegenüber der Presse. "Im Kinder- und Jugendschutz vermissen wir seit Jahr und Tag tragfähige und vor allem in der Lebenswelt verständliche Regelungen zum Jugendmedienschutz. Wir können nicht über Digitalisierung debattieren, wenn zugleich transparente Regelungen im Sinne der Eltern und Erziehungskräfte und zur Sicherung gelingenden Aufwachsens junger Menschen fehlen." Neben der Prävention gegen sexualisierte Gewalt und Vernachlässigung gäbe es, so Professor Nikles, auch eine Reihe weiterer Themen, wie beispielsweise ein Verbot öffentlicher Werbung für Tabakwaren, die dringend auf die politische Agenda gehören. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz mit ihren vielen Landesstellen und Fachverbänden wird gerne aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus an Lösungen mitwirken.

Thematischer Kontext

  1. Sozialpädagogik

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