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Geschäfts- und arbeitsprozessbezogene dual-kooperative Ausbildung in ausgewählten Industrieberufen mit optionaler Fachhochschulreife

http://www.gab.uni-bremen.de/itb_frameset_gab.htmExterner Link

Die schnell fortschreitende technische Entwicklung, in der die Innovationszeiten von Produkten und Leistungen eine starke Verkürzung erfahren, fördert die Kurzlebigkeit von speziellen fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten. Die sich daraus ableitbaren wandelnden Qualifikationsanforderungen machen ein Umdenken in der Ausbildung und das Überarbeiten traditioneller Berufsbilder notwendig. Die zukünftige bearfsgerechte Moderinsierung der Berufsausbildung im dualen System muss von integrierten beruflichen Kompetenzen ausgehen, die sich insbesondere am Arbeits- und Geschäftsprozess des Unternehmens orientiert. Die Ausbildung wird dadurch wieder betriebsnäher, d. h. sie wird inhaltlich und auch räumlich stärker an betriebliche Prozesse und Arbeitsabläufe angegliedert.
Der Modellversuch verfolgte in diesem Zusammenhang folgende Ziele:
- Gemeinsame Erstellung eines Curriculums für die gesamte Ausbildung (schulischer und betrieblicher Teil), in dem Expertenwissen und Überblick, Zielorientierung und soziale Kommunikation, Erfahrung und Lernfähigkeit berücksichtigt werden. Eine Orientierung der Berufsbilder an technischen Funktionen soll dabei überwunden und durch eine arbeits- und geschäftsprozessorientierte, betriebsnahe Ausbildung ersetzt werden, die integrierte berufliche Kompetenzen zugrunde legt und sich an der realen Facharbeit orientiert.
- Die betriebliche Ausbildung soll wieder betriebsnäher werden, d. h. auf eine lehrgangsorientierte Ausbildung soll weitgehend verzichtet werden, um Einarbeitungszeiten nach der Ausbildung zu verkürzen.
- Identifikation typischer, den Beruf charakterisierende Facharbeitsaufgaben in Experten-Facharbeiter-Workshops und Erarbeitung von Lern- und Arbeitsaufgaben für die Ausbildung.
- Überwindung der bisher an Fächern statt an Geschäfts- und Arbeitsprozessen orientierten beruflichen Fachsystematik in den Berufsschulen. Beide Lernorte sollen sich auf betriebliche Geschäfts- und Arbeitsprozesse beziehen.
- Möglichkeiten zur Doppelqualifizierung sollen erprobt werden, d. h. Ausbildung und gleichzeitiger Erwerb der Fachhochschulreife.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Berufsschulen und Betrieben zur Optimierung der Lehr- und Lernprozesse in der Ausbildung.

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Schlagwörter

Ausbildung, Kooperation, Betrieb, Berufsschule, Doppelqualifikation, Fachhochschulreife, Curriculum, Lehr-Lern-Prozess,

Titel Geschäfts- und arbeitsprozessbezogene dual-kooperative Ausbildung in ausgewählten Industrieberufen mit optionaler Fachhochschulreife
Kurztitel GAB
Projekttyp Länderprojekt
Projekt wird gefördert durch Bund und beteiligte Länder
Förderkennzeichen K 2022
Bildungsbereich Berufliche Bildung
Innovationsbereich Lehr-/Lernprozesse; Kooperation Bildung-Wirtschaft, Wissenstransfer
Organisationsstruktur Zuständiges Landesministerium:
Niedersächsisches Kultusministerium, Schiffgraben 12, 30159 Hannover, Tel. (0511) 120-0, E-Mail: pressestelle@mk.niedersachsen.de
Hessisches Kultusministerium, Luisenplatz 10, 65185 Wiesbaden, Tel. (0611) 368-0, E-Mail: poststelle@hkm.hessen.de
Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport, Carolaplatz 1, 01097 Dresden, Tel. (0351) 564-2510, E-Mail: info@smk.sachsen.de

Projektdurchführung:
Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), ehemals Niedersächsisches Landesinstitut für Fort- und Weiterbildung im Schulwesen und Medienpädagogik (NLI), Keßlerstr. 52, 31134 Hildesheim, Tel. (05121) 16950, E-Mail: Poststelle@nlq.niedersachsen.de

Wissenschaftliche Begleitung:
Universität Bremen, Institut Technik und Bildung (ITB), Prof. Dr. Felix Rauner (Leitung), Am Fallturm 1, 28359 Bremen, Tel. (0421) 218-4634, E-Mail: rauner@uni-bremen.de
Projektbeginn 01.02.1999
Projektende 31.01.2003
Beteiligte Bundesländer Hessen; Niedersachsen; Sachsen
Letzte Änderung am

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