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Modellprogramm zur Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung durch wirkungsorientierte Ausgestaltung der Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen nach §§ 78a ff SGB VIII

http://www.wirkungsorientierte-jugendhilfe.deExterner Link

Soziale Dienstleistungen wie die Hilfen zur Erziehung legitimieren sich letztlich über die Wirkung, die sie bei dem/der Leistungsempfänger/in erzielen. Ziel des Modellprogramms ist deshalb die Verbesserung der Wirkung der erzieherischen Hilfen für junge Menschen, die als Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe auf Grundlage der §§ 27 ff. SGB VIII erbracht werden. Insofern richtet sich der Fokus dieses Modellvorhabens konsequent auf die Realisierung der intendierten Wirkung der Hilfe.
Das Modellprogramm soll insbesondere den pädagogischen Auftrag und die Finanzierungsstruktur der Hilfen zur Erziehung besser als bisher miteinander in Einklang bringen, die Leistungserbringung und deren Qualität auf die intendierte Wirkung der Hilfe ausrichten und unerwünschte Effekte, die zu unerwünschten pädagogischen Nebenwirkungen, zur Ausweitung der Leistungserbringung und zur Kostensteigerung beitragen können, vermindern. Mit den Vereinbarungen nach §§ 78a ff. SGB VIII sollen Regelungen und Instrumente (wie z.B. Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen) ausgehandelt werden, die effektivere und effizientere Leistungen für Hilfeempfänger/innen unterstützen und sich konsequent am Zweck und Ziel der Hilfe orientieren.
Für die stationären und teilstationären Erziehungshilfen hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass Leistungserbringer und Leistungsträger das Leistungsniveau, die Qualitätsentwicklung und das Entgelt aushandeln und in den Vereinbarungen nach §§ 78 a ff SGB VIII festlegen. Darüber hinaus sollen im Rahmen des Programms das Handlungsfeld der Pflegekinderhilfe sowie der Leistungsbereich ambulanter Erziehungshilfen einbezogen werden. Diese Bereiche werden zwar nicht von den Vorschriften der §§ 78 a ff erfasst, es sollen hier aber auf freiwilliger Basis analoge Vereinbarungen zwischen Jugendamt und auf diesen Gebieten tätigen örtlichen Trägern ausgehandelt und im Rahmen des Modellprogramms erprobt werden.
Die Hilfeerbringung soll sich auf die Umsetzung der Hilfeplanung konzentrieren und der Hilfeprozess im Hinblick auf die intendierte Wirkung optimiert werden. Dabei soll auch die Kompatibilität von pädagogischem Auftrag und Finanzierung der Hilfen zur Erziehung verbessert werden. Dies kann die Erprobung von Anreizen und ergebnisorientierten Finanzierungselementen einschließen.
Das innovative Potenzial des Modellprogramms liegt in der strukturellen Qualitätsentwicklung und Evaluation der Jugendhilfe.

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Schlagwörter

Erziehungshilfe, Leistungsempfänger, Wirkung, Kinder- und Jugendhilfe, Jugendamt, Hilfeplanung, Qualität, Qualitätsentwicklung, Nebenwirkung, Pädagogischer Auftrag, Finanzierung, Leistungsempfänger, Soziale Dienstleistung,

Titel Modellprogramm zur Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung durch wirkungsorientierte Ausgestaltung der Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen nach §§ 78a ff SGB VIII
Kurztitel Wirkungsorientierte Jugendhilfe
Projekttyp Bund-Länder-Projekt
Projekt wird gefördert durch Bund
Bildungsbereich Außerschulische Jugendbildung
Innovationsbereich Qualitätsmanagement, Evaluation
Organisationsstruktur Projektförderung:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Alexanderplatz 6, 10178 Berlin, Tel. (01888) 555-0, E-Mail: info@bmfsfjservice.bund.de

Regiestelle des Modellprogramms:
Institut für soziale Arbeit e.V. (ISA), Dr. Erwin Jordan (Projektleitung), Studtstraße 20, 48149 Münster, Tel. (0251) 92536-0, E-Mail: erwin.jordan@isa-muenster.de
Dirk Nüsken (Koordination), Tel. (0251) 27059-47, E-Mail: dirk.nuesken@isa-muenster.de

Evaluation:
Universität Bielefeld, Fakultät für Pädagogik, AG 8 Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Prof. Dr. Dr. Hans-Uwe Otto (Leitung), Universitätsstr. 25, 33615 Bielefeld, Tel. (0521) 106-3308, E-Mail: hansuwe.otto@uni-bielefeld.de
Andreas Polutta, (Koordination), AG 8 Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Tel. (0521) 106-3310, E-Mail: andreas.polutta@uni-bielefeld.de
Projektbeginn 01.01.2006
Projektende 31.12.2008
Projektbezogene Veröffentlichungen/ Projektberichte http://www.wirkungsorientierte-jugendhilfe.de
Beteiligte Bundesländer Baden-Württemberg; Bayern; Berlin; Brandenburg; Bremen; Hessen; Mecklenburg-Vorpommern; Niedersachsen; Nordrhein-Westfalen; Sachsen-Anhalt
Letzte Änderung am 01.01.1997

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