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Schulversuch „Gemeinschaftsschule“

http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Versuche/Gemeinschaftsschule/index.htmlExterner Link

Ziel des Schulversuchs ist die Erprobung längeren gemeinsamen Lernens für die Sekundarstufe I.
Beantwortet werden sollen die Fragen, wie durch längeres gemeinsames Lernen die Chancengerechtigkeit vergrößert werden kann und wie mehr Schülerinnen und Schüler zu besseren Abschlüssen geführt werden können. Es werden exemplarisch Konzepte erprobt, die landesweit für Schulen des längeren gemeinsamen Lernens (Gesamtschulen und Sekundarschulen) von Bedeutung sein können. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob die Neuorganisation eine Möglichkeit ist, ein diesen Zielen verpflichtetes wohnortnahes Schulangebot zu schaffen.
Die Gemeinschaftsschule versteht sich als eine Schule für alle Kinder mit unterschiedlichen Begabungen und Biografien. Diese individuellen Voraussetzungen bilden den Ausgangspunkt für die Planung und Durchführung von Unterricht, der auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Kinder zugeschnitten ist. In der Gemeinschaftsschule lernen Kinder und Jugendliche deshalb gemeinsam und voneinander.
In der Doppeljahrgangsstufe 5/6 werden alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet. Die leistungsschwächeren Kinder lernen gemeinsam mit den leistungsstärkeren. Der Unterricht ist der individuellen Förderung verpflichtet und bietet auch gymnasiale Standards. Damit wird ein möglicher Übergang in die gymnasiale Oberstufe curricular unterstützt und systematisch vorbereitet. Die Planung des Unterrichts orientiert sich an den Lehrplänen aller Schulformen, insbesondere auch an denen des Gymnasiums. Am Ende der 10. Klasse werden alle Abschlüsse der Sekundarstufe I (Hauptschulabschluss, mittlerer Schulabschluss) auf die gleiche Weise wie in den anderen Schulformen vergeben. Bei entsprechenden Leistungen wird die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erteilt. Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule erwerben das Abitur bei entsprechender Qualifikation nach neun Jahren (G 9).
Die Schulträger entscheiden unter Beteiligung der Schulkonferenz, wie ab der 7. Klasse weiter gelernt wird. Grundsätzlich stehen zwei Wege offen.
Integrierte und teilintegrierte Form: In der integrierten Form werden Schülerinnen und Schüler weiter gemeinsam in heterogenen Klassenverbänden unterrichtet. Die Fachleistungsdifferenzierung erfolgt in den Kernfächern in Form der Binnendifferenzierung. In der teilintegrierten Form werden im Rahmen der Fachleistungsdifferenzierung Kurse auf der Grundebene (G-Kurse) sowie auf der Erweiterungsebene (E-Kurse) gebildet.
Kooperative Form: Schülerinnen und Schüler werden ab Klasse 7 nach schulformspezifischen Bildungsgängen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) getrennt unterrichtet. In einigen Fächern können auch gemeinsame Lerngruppen gebildet werden. Darüber entscheidet die Schulkonferenz.
Für die Lehrkräfte und die Schulleitung der bestehenden Gemeinschaftsschulen werden in der Aufbauphase Unterstützungsmaßnahmen angeboten. Sie stellen sicher, dass ein gemeinsames Schulverständnis entsteht, ein Schulprogramm weiterentwickelt und die fachbezogenen Unterrichtsangebote und Differenzierungsformen gemeinsam gestaltet werden können.
Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Untersuchung und Erprobung, wie durch längeres gemeinsames Lernen in der Sekundarstufe I Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit des Schulwesens erhöht werden können.

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Schlagwörter

Nordrhein-Westfalen, Sekundarstufe I, Gesamtschule, Sekundarschule, Chancengleichheit, Individuelle Förderung, Schulorganisation, Modellversuch, Projekt, Gemeinsames Lernen,

Titel Schulversuch „Gemeinschaftsschule“
Projekttyp Länderprojekt
Projekt wird gefördert durch Nordrhein-Westfalen
Bildungsbereich Sekundarbereich I
Innovationsbereich Strukturveränderung im Bildungswesen
Organisationsstruktur Zuständiges Landesministerium:
Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Im Ministerium für Schule und Bildung ist eine Projektgruppe zur Beratung und Koordination des Modellvorhabens eingerichtet worden. Das Vorhaben wird wissenschaftlich begleitet. Außerdem gibt es einen Wissenschaftlichen Beirat (Leitung: Prof. Bos).
Projektbeginn 01.08.2011
Projektende 31.07.2017
Letzte Änderung am 25.07.2017

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