Suche

Erweiterte Suche

Ariadne Pfad:

Inhalt

Bildung + Innovation Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Erschienen am 27.09.2018:

„Gute Entwicklungs- und Bildungschancen für Kinder und Jugendliche.“

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft

Bild

v.l.n.r.: Olaf Köster-Ehling (Vorstand der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft seit 2017), Carl Richard Montag (Stifter), Dr. Theo Eckmann (Gründungsvorstand 1998 - 2007), Dr. Karl-Heinz Imhäuser (Vorstand 2007 - 2017). Bildrechte: Susanne Troll

„Veränderung durch Handeln” ist das Leitmotiv der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Die Stiftung setzt sich seit 20 Jahren dafür ein, dass Kinder und Jugendliche gute Entwicklungs- und Bildungschancen erhalten, und engagiert sich in den Schwerpunkten Pädagogische Architektur, Inklusion und Bildung x.0 für eine neue, zukunftsorientierte Schulbau- und Lernkultur.


Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, die 1998 gegründet wurde und am 8. Juni 2018 ihr 20jähriges Jubiläum feierte, gehört zur Gruppe der Montag Stiftungen und engagiert sich für eine chancengerechte Alltagswelt, die Kindern und Jugendlichen gute Entwicklungs- und Bildungsmöglichkeiten eröffnet. Die Stiftung tritt in ihren Schwerpunkten Pädagogische Architektur, Inklusion und Bildung x.0 für eine neue, zukunftsorientierte Schulbau- und Lernkultur ein, in der „Pädagogik und Architektur Hand in Hand gehen“, die inklusive Bildungseinrichtungen als Ganzes in den Blick nimmt und individualisiertes Lernen mit digitaler Technik fördert.

Die Stiftungsgruppe

Die Montag Stiftungen sind eine unabhängige und gemeinnützige Stiftungsgruppe mit Sitz in Bonn. Zu ihr gehören die drei operativen Stiftungen Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Montag Stiftung Urbane Räume und Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft. Diese wirken in unterschiedlichen Bereichen, sind aber durch die ethische Grundhaltung ihres Stifters Carl Richard Montag verbunden – sich für die Entwicklung einer chancengerechten, humanen Gesellschaft einzusetzen und die Lebensbedingungen vor allem benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Carl Richard Montag nennt das „Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung“. Dafür hat er einen Großteil seines Vermögens zur Verfügung gestellt, das seit 2005 von der eigens gegründeten Carl Richard Montag Förderstiftung verwaltet wird. Wegen seines besonderen Engagements für die Allgemeinheit wurde Carl Richard Montag im Jahr 2009 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
Jede Stiftung arbeitet operativ selbstverantwortlich und eigenständig, mit eigenen Aktivitäten und eigenen Projekten. Der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft geht es insbesondere um das Wohl der Kinder und Jugendlichen. Sie möchte dazu beitragen, Bedingungen zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten und Talente entwickeln und zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten heranwachsen können. Stiftungsziel ist eine inklusive und demokratische Gesellschaft, in der Partizipation und Vielfalt selbstverständlich sind. Dafür sollen Benachteiligungen abgebaut und die Lebenssituationen von Menschen verbessert werden, die von Diskriminierung, Marginalisierung und Ausgrenzung betroffen sind.

Die Stiftung kooperiert seit vielen Jahren mit Bildungseinrichtungen, Institutionen, Vereinen und Kommunen und gilt als wichtige Impulsgeberin in der aktuellen schul- und bildungspolitischen Diskussion. Beispielhafte Stiftungsprojekte beschäftigen sich etwa mit der Schule der Zukunft, der Unterstützung von Lernenden in ihrer individuellen Entwicklung in einer digitalisierten Gesellschaft oder der Organisation des Lern- und Lehr-Alltags in inklusiven ganztägigen Bildungseinrichtungen.

Pädagogische Architektur: Lebens- und Lernraum Schule
Pädagogik und Architektur gehören für die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft im Schulbau zusammen: „Gute Schulen brauchen beides: pädagogische Konzepte, die Kinder und Jugendliche bestmöglich auf ihrem Weg begleiten; und Räume, die diese Konzepte ermöglichen, inspirieren und unterstützen“. Gemeinsam mit Expert/inn/en aus den Bereichen Pädagogik, Architektur und kommunale Verwaltung erarbeitet die Stiftung Inhalte und Materialien, die zu einer zukunftsorientierten Entwicklung und Gestaltung von Schulstandorten beitragen. Zu den jüngsten Veröffentlichungen gehören das Handbuch „Schulen planen und bauen 2.0 ‒ Wie plant und baut man eine gute Schule?“ und „Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland“. Diese formulieren notwendige Qualitätsstandards und grundlegende Prinzipien für Umbau, Erweiterung und Neubau von Schulgebäuden, geben Empfehlungen zur räumlichen Organisation von Schulen sowie Hinweise zur Gestaltung von erfolgreichen Planungsverfahren und Bauprozessen.

Handlungsfeld Inklusion
Auf vielen Ebenen unterstützt die Stiftung Prozesse und Projekte zum Leitthema Inklusion, die einen aktiven Beitrag gegen Ausgrenzung und Benachteiligung von Menschen leisten. Die Vorhaben nehmen dabei sowohl das System in den Blick als auch den einzelnen Menschen. In dem Projekt „Inklusion vor Ort“ beispielsweise unterstützte die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft von 2013 bis 2015 drei Partnergemeinden auf ihrem Weg zu einer inklusiv orientierten Kommune – das von der Stiftung herausgegebene Praxishandbuch „lnklusion vor Ort – Der Kommunale Index für Inklusion“ bildete dafür die Basis.
In dem Projekt „Fieldbook“ hat sie die Erfahrungen inklusiver Entwicklungen und Prozesse aus Kommunen, Initiativen und Einzelaktivitäten in dem Buch „Inklusion ist machbar!“ zusammengefasst, das im Februar 2018 beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. erschienen ist. Das Projekt „Inklusion auf dem Weg“ macht das Konzept zur Qualifizierung von Berater/inn/en und Begleiter/inn/en inklusiver Prozesse bekannt.

Bildung x.0
Mit Bildung x.0 setzt sich die Stiftung für die Entwicklung von inklusiven ganztägigen Bildungseinrichtungen und alltagstauglichen Konzepten für individualisiertes Lernen in der digitalen Welt ein. Unter der Fragestellung „Wie wollen wir jetzt und in Zukunft lernen?“ richtet Bildung x.0 dabei den Blick auf die Bildungseinrichtung als Ganzes und auf eine neue Lernkultur für das 21. Jahrhundert. Im Rahmen des Projekts „Qualitätsoffensive Offene Ganztagsschulen im Primarbereich”, in dem alle beteiligten Akteure des Ganztags vertreten sind, begleitet die Stiftung fünf offene Ganztagsgrundschulen. Im Fokus stehen die Organisation von Steuerungsstrukturen und die Qualitätsorientierung. Auch den Prozess der Gründung der „Heliosschule – Inklusive Universitätsschule der Stadt Köln” (IUS) hat die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft in den Bereichen der pädagogischen und architektonischen Entwicklung wesentlich geprägt. Die Heliosschule trägt als Praxisschule in der Lehramtsausbildung aller Lehramtsstudiengänge in ganz NRW dazu bei, die Ziele der Inklusion und einer effektiven Lehrerausbildung zu verwirklichen. In den nächsten Jahren wird die Montag Stiftung die Schule bei der Umsetzung des entwickelten inklusiven Didaktik-Konzepts unterstützen.

Bildung im digitalen Wandel
Ein neuer Tätigkeitsbereich der Stiftung beschäftigt sich mit dem Thema „Bildung im digitalen Wandel“. Digitale Technik ermöglicht neue Formen der Differenzierung und kann den Wandel zum individualisierten Lernen nachhaltig unterstützen. Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft will sich in diesem Bereich engagieren und hat gemeinsam mit dem Education Innovation Lab Berlin das Pilotprojekt „Digitales Lernbüro” an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum initiiert. Auf Grundlage der Projektergebnisse konnten neue Anforderungen an digitalisiertes und individualisiertes Lernen formuliert werden, die im Februar 2017 in dem Think Tank „Digitale Schule - Die Zukunft des individualisierten Lernens“ mit Expert/inn/en aus den Bereichen Wissenschaft, Pädagogik, Schulpraxis und digitale Technik diskutiert wurden. Im nächsten Schritt sollen nun deutschlandweit Erfahrungen und Gelingensbedingungen an Schulen mit Blick auf die Rollen und Potenziale von digitalen Werkzeugen für die Umsetzung von individualisierten Lernarrangements herausgearbeitet werden.

Gemeinsam mit der Deutschen Telekom Stiftung, der Bertelsmann Stiftung, der Robert-Bosch-Stiftung, der Siemens Stiftung und der Dieter Schwarz Stiftung führt die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft unter Förderung der Stiftung Mercator außerdem das Forum Bildung Digitalisierung durch. Mit dem Forum soll eine gemeinsame Plattform für die öffentliche Debatte über Digitalisierung im Bildungsbereich geschaffen werden, im Mittelpunkt stehen Themen wie „Ein ganzheitlicher Blick auf Bildung und Digitalisierung“, „Chancen digitaler Medien erkennen und nutzen“ sowie „Pädagogik vor Technik“ – Digitalisierung aus der Nutzerperspektive“. Das Forum Bildung Digitalisierung initiiert auch Fachveranstaltungen und fördert die Zusammenarbeit mit den Bundesländern sowie den Ausbau eines bundesweiten Schul-Netzwerkes.

Am 15. und 16. November findet in Berlin die Konferenz „Bildung Digitalisierung 2018 -  Gemeinsam für den digitalen Wandel an Schulen“ statt, bei der auch die Montag Stiftung vertreten sein wird. Der Fokus der Konferenz liegt in diesem Jahr auf der Frage, wie digitale Medien den Schul- und Lernalltag verändern und wie ihre Potenziale nutzbar gemacht werden können.



Ihr Kommentar zu diesem Beitrag. Dieser Beitrag wurde bisher nicht kommentiert.

Weitere Beiträge im Archiv.

Autor(in): Petra Schraml
Kontakt zur Redaktion
Datum: 27.09.2018
© Innovationsportal

Die Übernahme von Artikeln und Interviews - auch auszugsweise und/oder bei Nennung der Quelle - ist nur nach Zustimmung der Online-Redaktion von Bildung + Innovation erlaubt.

Die Redaktion des Online-Magazins Bildung + Innovation arbeitet journalistisch frei und unabhängig. Die veröffentlichten Beiträge bilden u. a. auch interessante Einzelmeinungen zum Bildungsgeschehen ab; die darin zum Ausdruck gebrachte Meinung entspricht nicht notwendig der Meinung der Redaktion oder des DIPF.

Inhalt auf sozialen Plattformen teilen (nur vorhanden, wenn Javascript eingeschaltet ist)