DIPF-Logo

Deutscher Bildungsserver

Innovationsportal

Suche




Hier beginnt der Inhalt:

11. 04. 2014

 

  • Diese Seite posten:
  • Edutags-Logo
  • g+
  • Twitter-Logo
  • Facebook-Logo
  • Delicious-Logo

Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

„Es bietet Grundlagenwissen, Orientierung und kompetente Anlaufstellen“

Das Fachportal Hochbegabung der Karg-Stiftung

Bild

Das Fachportal Hochbegabung

Das Fachportal Hochbegabung ist ein Angebot der Karg-Stiftung. Es vermittelt allgemeine und vertiefende Informationen zu den Themen Hochbegabung und Hochbegabtenförderung, bietet ein Online-Verzeichnis mit Adressen von Beratungsstellen sowie eine Übersicht über Qualifizierungsangebote. Außerdem gibt es Auskunft über den aktuellen Stand staatlicher Begabtenförderung in den deutschen Bundesländern.


Was versteht man unter Hochbegabung? Wie kann eine Hochbegabung identifiziert werden? Wer bietet Hilfe bei individuellen Fragen und Problemen? Welche Möglichkeiten der Förderung gibt es? Auf diese und ähnliche Fragen findet das Fachportal Hochbegabung qualifizierte Antworten. Die Karg-Stiftung, die sich von jeher um hochbegabte Kinder und Jugendliche gekümmert hat und ihren Auftrag in der (Mit-)Gestaltung der Hochbegabtenförderung in Deutschland sieht, hat im Sommer 2013 das Fachportal Hochbegabung ins Leben gerufen. Es bietet pädagogischen und psychologischen Fachkräften, aber auch Eltern und hochbegabten Kindern und Jugendlichen selbst allgemeine und vertiefende Informationen zu den Themen Hochbegabung und Hochbegabtenförderung.

Die Karg-Stiftung

Die Karg-Stiftung, errichtet 1989 von dem Unternehmer Hans-Georg Karg und seiner Frau Adelheid, ist die größte in der Hochbegabtenförderung tätige deutsche Stiftung. Ihr Ziel ist es, Fachkräfte in der Bildungs- und Beratungspraxis sowie Familien mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen mit fachlicher Information zu unterstützen. Nah an den Bedürfnissen des hochbegabten Kindes und am Bildungsalltag sucht die Stiftung Wege für die Förderung Hochbegabter. Leitmotiv ist dabei ein begabungsgerechtes Bildungssystem, das auch Hochbegabten auf der Grundlage ihrer besonderen Stärken die Entwicklung ihrer Persönlichkeit ermöglicht.

Die Stiftung fördert Projekte – eigene und Vorhaben anderer –, die die Lern- und Lebenssituation Hochbegabter vom ersten Lebensjahr bis zur Beendigung der schulischen Laufbahn verbessern. Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen in der Qualifizierung von Pädagog/inn/en und Berater/inne/n sowie von Förder- und Beratungseinrichtungen. Es geht um eine gute Förderpraxis, die Kooperation von Wissenschaft und Praxis sowie eine Vernetzung von Bildungsträgern und Bildungspolitik – im Interesse der Weiterentwicklung der Hochbegabtenförderung. Mit dem KARG Preis zeichnet sie regelmäßig exzellente Hochbegabtenförderung aus.

Ein übersichtliches Angebot
Das Fachportal Hochbegabung der Karg-Stiftung richtet sich vor allem an psychologische und pädagogische Fachkräfte, die grundlegende oder vertiefte Informationen zum Themenfeld Hochbegabung suchen. Es versorgt Zuständige in Bildungspolitik und Bildungsverwaltung mit unterstützenden Daten und Fakten und bietet Eltern Grundlagenwissen, Orientierung und kompetente Anlaufstellen.

Das Grundlagenwissen, das das Portal vermittelt, ist außerordentlich vielseitig. Es wird ausführlich erklärt, was eine Hochbegabung ist, wie oft sie vorkommt oder wie man Hochbegabung schon in der frühen Kindheit erkennen kann. Auch werden die Bedeutung des IQ-Tests als Diagnoseinstrument erklärt und verschiedene Testverfahren vorgestellt. Außerdem finden sich Informationen dazu, wer Beratungen anbietet und was Eltern tun können, wenn ihr Kind in der Schule unterfordert ist bzw. welche schulischen und außerschulischen Fördermöglichkeiten es gibt.
Darüber hinaus listet ein Online-Verzeichnis nach Bundesländern geordnete Adressen von Beratungsstellen in Deutschland auf, die sich auf das Thema Hochbegabung spezialisiert haben.

Qualifizierung in der Hochbegabtenförderung
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Qualifizierung in der Hochbegabtenförderung. Um nachhaltig die Bildungschancen hochbegabter Kinder und Jugendlicher in Kita und Schule systematisch zu verbessern, müssen Qualifizierungsmaßnahmen fachlichen Standards entsprechen. Fachkompetenz im Umgang mit Hochbegabten erwirbt man in Deutschland üblicherweise in berufsbegleitenden Weiterbildungen und Studiengängen, da das Thema Hochbegabung in Studium und Berufsausbildung nur teilweise vorkommt. Das Fachportal Hochbegabung enthält deshalb eine Übersicht mit ausschließlich aktuellen Weiterbildungen und Studiengängen, die definierten Aufnahme- und Qualitätskriterien entsprechen. Hier können sich Erzieher/innen, Lehrkräfte und weitere pädagogische Fachkräfte orientieren, wenn sie auf der Suche nach einer Aus- oder Weiterbildung im Bereich Hochbegabtenförderung sind.

Begabtenförderung in den Bundesländern

Daneben gibt die Rubrik „Bundesländer“ Auskunft über den aktuellen Stand staatlicher Begabtenförderung in den einzelnen Bundesländern. Detaillierte Länderdaten informieren über sämtliche Aspekte der Begabtenförderung in öffentlicher Trägerschaft, über länderspezifische Angebote und Strukturen, Adressen und Kontaktinformationen. In Ergänzung dazu bieten die Übersichtstabellen einen Gesamtüberblick über die jeweils wichtigsten Facetten der Begabtenförderung. Diese Darstellungen ermöglichen es, einzelne Punkte in der Übersicht über mehrere Bundesländer vergleichend zu betrachten und sich so eine länderübergreifende Orientierung zu verschaffen, etwa bei „Regelungen im Schulgesetz“ oder „Angeboten im Elementarbereich“.

Die Entwicklung in der Begabten- und Hochbegabtenförderung ist in den letzten Jahren deutlich vorangekommen. Bundesweit besteht ein weites Spektrum an wertvollen Konzepten und Modellen. Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) gab in den Jahren 2001 und 2004 Gutachten in Auftrag, die Stand und Angebotsstruktur der (schulischen) Begabtenförderung in den Bundesländern dokumentieren sollten. Im Fachforum Ministerien bewerteten die Länder diese Gutachten als anregend und grundlegende Orientierung für ihre eigene Arbeit. Mit gleichem Anliegen führte die Karg-Stiftung im Jahr 2007 das erste Fachforum Ministerien durch, das Vertretern der Kultusministerien Gelegenheit zu länderübergreifendem Austausch in der Hochbegabtenförderung gab, und erstellte im Anschluss die Broschüre "Begabtenförderung in den Bundesländern". In einem Beschluss zur "Grundsatzposition der Länder zur begabungsgerechten Förderung" betonte die Kultusministerkonferenz (KMK) im Jahr 2009, dass "die Zusammenarbeit auf Bundes- und Länderebene [...] die konzeptionelle und praktische Weiterentwicklung der begabungsgerechten Förderung" unterstützt.
Vor diesem Hintergrund hat die Karg-Stiftung 2011 die Erhebung "Begabtenförderung in den Bundesländern" gestartet. Sie schließt an Zielsetzung, Umfang und Bedeutung der BLK-Gutachten an und erweitert und aktualisiert diese fortlaufend.

Blog und Links

Abgerundet wird das Fachportal Hochbegabung durch eine ausführliche Linkliste und einen Blog zum Thema. Der Blog ist eine gemeinsame Unternehmung der Karg-Stiftung und der Zeitschrift "Gehirn und Geist" (Verlag Spektrum der Wissenschaft). Autoren sind zwei Diplompsychologen aus Wissenschaft bzw. Praxis: Dr. Tanja Gabriele Baudson und Götz Müller. Sie vermitteln Grundpositionen der Hochbegabungsforschung und -förderung und regen mit ihren Beiträgen zur öffentlichen Diskussion über das Thema an. Hoch intelligent, leistungsfähig und erfolgreich oder schwierig und problembehaftet. Hier werden alle Facetten rund um das oft kontroverse Thema aufgegriffen.





 

Autor(in): Petra Schraml
Kontakt zur Redaktion
Datum: 11.04.2014
© Innovationsportal

Die Übernahme von Artikeln und Interviews - auch auszugsweise und/oder bei Nennung der Quelle - ist nur nach Zustimmung der Online-Redaktion von Bildung + Innovation erlaubt.

Die Redaktion des Online-Magazins Bildung + Innovation arbeitet journalistisch frei und unabhängig. Die veröffentlichten Beiträge bilden u. a. auch interessante Einzelmeinungen zum Bildungsgeschehen ab; die darin zum Ausdruck gebrachte Meinung entspricht nicht notwendig der Meinung der Redaktion oder des DIPF.

Links zum Thema