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21. 08. 2006

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Wenn Lebensfreude auf Offenheit trifft...

Eine junge Japanerin ist spätestens seit der Fußball-Weltmeisterschaft von Deutschlands Vorzügen überzeugt

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Bildung Plus: Was dachten Sie als erstes, als Sie die Grenze nach Deutschland passierten?  

Azusa Ichiki: Ich dachte: "Oje, jetzt kann ich zwei oder drei Jahre nicht zurück nach Japan, weil mir die Firma, für die ich arbeite, nicht das Ticket bezahlt, um während meines Deutschland-Aufenthaltes mal eben in Japan meine Freunde zu besuchen. Und in Deutschland habe ich noch keine Freunde." 

Bildung Plus: Wie lebt es sich als Ausländerin in Deutschland?  

Azusa Ichiki: Es fällt mir leicht zu sagen, dass es wirklich schön ist. Die deutsche Art zu leben ist schon völlig anders als die japanische. Vor allen Dingen ist es für mich  wunderschön zu sehen, wie viel Natur es in Deutschland gibt. Hier gibt es so viele Wälder, Parks und Gärten. Wenn ich in Japan bin und fahre für ein paar Stunden hinaus, so sehe dort nicht solche schönen Wälder wie hier. Manchmal sehe ich Gärten, aber es ist schon alles ganz anders in Japan. All das macht Deutschland so interessant für mich.      

Bildung Plus: Würden Sie gerne in Deutschland für längere Zeit leben?

Azusa Ichiki:
Ja, ja, ich würde das gerne (lacht)! Ich genieße es, in Deutschland zu sein, auch wenn ich meine japanischen Freunde nicht sehen kann.   

Bildung Plus: Können Sie sich vorstellen, in Deutschland zu studieren?

Azusa Ichiki: Ja, ich könnte mir gut vorstellen, in Deutschland zu studieren. Ich denke, das deutsche Universitätssystem ist sehr gut und auch besser als das japanische. Vor allem aber ist es in Japan so, dass die Studentinnen und Studenten nicht wirklich studieren, sie gehen zwar in die Universität, reden darüber und machen dort ihren Abschluss, aber sie studieren und forschen nicht wirklich. Es scheint ihnen mehr um den Abschluss zu gehen.  

Bildung Plus: Was kann man von Deutschland lernen? 

Azusa Ichiki: Nach einem Spiel der deutschen Mannschaft kamen viele Deutsche auf mich zu. Ich erlebe die Deutschen auch allgemein als sehr offen und kontaktfreudig. Da ist eine große Bereitschaft zu kommunizieren. Das ist wundervoll! In Japan können die Menschen nicht in dieser Weise auf Fremde zugehen.   

In vielen Büchern steht, die Deutschen sehen nicht so gut aus, sind manchmal sogar richtig hässlich und unfreundlich, aber ich sehe das nicht so. Viele Menschen hier in Deutschland lächeln oder lachen mich an. Ich glaube, dass die Deutschen sehr freundlich zu Menschen aus fremden Ländern sind.        

Azusa Ichiki ist in Fukaoka geboren. Die Stadt befindet sich auf der Insel Kyushu, im Süden Japans. Wenn sie nicht Deutschland lebt, wohnt sie im japanischen Yokohama. Sie hat Chemie studiert, ihr Studium mit einem Diplom absolviert und arbeitet seit sieben Jahren für eine japanische Firma, die auch in Deutschland einen Sitz hat.          

Autor(in): Katja Haug
Kontakt zur Redaktion
Datum: 21.08.2006
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