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03. 11. 2016

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Welche Medien sind sinnvoll für einen guten Unterricht?

Vierter „Digital Education Day“ in Köln

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Logo DED; Quelle: Stadt Köln

Der diesjährige „Digital Education Day“, der im Rahmen der „Internetwoche“ am 29. Oktober 2016 in Köln stattfand, informierte mit zahlreichen Vorträgen und Workshops über den Einsatz digitaler Medien im Schul- und Hochschulalltag. Experten aus ganz Deutschland präsentierten Best Practice-Beispiele. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann nahm an der Podiumsdiskussion zum Thema „Lernen im Digitalen Wandel - Bildung 4.0" teil.


Digitale Medien sind nicht mehr wegzudenken aus Schule, Ausbildung und Beruf. Doch welche Konzepte sind angemessen, welche Medien sinnvoll, zeitgemäß und nützlich für einen guten Unterricht, und wie wird man einem kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien gerecht? Um diese und ähnliche Fragen zu diskutieren und einen bundesweiten Austausch über den gelungenen Einsatz digitaler Medien im Unterricht zu fördern, hat die Stadt Köln 2013 das „OER Köln Camp“ bzw. den „Digital Education Day“ (DED) ins Leben gerufen. Am 29. Oktober 2016 luden die Ämter für Schulentwicklung und für Informationsverarbeitung der Stadt Köln zum vierten Mal Lehrende aller Schulformen sowie alle an digitaler Bildung und freien Bildungsmaterialien Interessierten aus Forschung, Lehre und Wirtschaft zum Kölner Bildungscamp ins Joseph-DuMont-Berufskolleg nach Köln-Bilderstöckchen ein. Ziel der jährlich stattfindenden Veranstaltung ist es, sowohl „digitale Neueinsteiger“ als auch „Fachkundige“ auf den neuesten Stand der Nutzung und Chancen digitaler Medien im Unterricht zu bringen und ihre Vernetzung untereinander zu ermöglichen.
Rund 350 Personen besuchten den DED 2016. Begrüßt wurden sie von Seiten der Stadt Köln von Elfi Scho-Antwerpes, M.d.B. und Stellvertretende Bürgermeisterin, Guido Kahlen, Stadtdirektor, und Dr. Agnes Klein, Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport. Wibke Ladwig und Philipp Wartenberg führten durch den Tag.

Digitale Medien in den Schulen
In zahlreichen Vorträgen und Workshops ging es um den Einsatz digitaler Medien im Schul- und Hochschulalltag. In den Sessions wurden verschiedene Aspekte des digitalen Lernens und Lehrens untersucht. Das Programm war vielfältig. Die Themen reichten vom Einsatz mobiler Endgeräte, Apps und Robotern im Unterricht bis hin zur Verwendung und Erstellung freier Bildungsmaterialien, dem Digital Storytelling, der Medienkonzeptentwicklung, dem Cyber-Mobbing, Flipped Classroom und interkulturellem Lernen. Auch Bildungsformate für Erwachsene wurden berücksichtigt. Die Sessions „Unterrichtsszenarien für eine 1:1 Tablet-Klasse“ und „iPad - die Tafel von morgen“ zum Beispiel befassten sich damit, wie sich Unterricht verändert, wenn jedes Kind über ein Tablet verfügt bzw. stellten das iPad als kostengünstige, leistungsstarke und sinnvolle Alternative zu anderen interaktiven Whiteboards vor. Die Sessions „Was ist beim Verwenden von Bildern und Fotos zu beachten?“ sowie „Freie Lizenzen und OER im Bildungsalltag“ führten in das Urheber- und Persönlichkeitsrecht in Bildung und Wissenschaft ein. Das Projekt „Medienscouts an Grundschulen", das in Kooperation mit der Universität zu Köln umgesetzt wird, schult einzelne Schülerinnen und Schüler, damit sie ihre gewonnene Internet- und Medienkompetenz anschließend an andere Kinder ihrer Schule weitergeben können. Vorgeschlagen wurde auch die Einrichtung von festen IT-Ansprechpartnern an Schulen und im Rahmen der Session „Virtual Reality“ bekam man ein Bild von der möglichen Einbindung zukunftsorientierter Technologien, wie beispielsweise Microsoft Surface Hubs, 3D-Brillen oder Robotik, in den Unterricht. Außerdem gab es Informationen zu Lernsoftware im Hinblick auf Inklusion, Förderfächer und Unterstützung bei der Beschulung von Flüchtlingen. Durch die Veranstaltungsform eines „Barcamps“ waren auch in diesem Jahr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu aufgefordert, am Veranstaltungstag selbst ein Thema anzumelden und darüber einen Vortrag zu halten oder eine Diskussion zu führen.

Am Nachmittag besuchte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann den „Digital Education Day”. In einer Spezial-Session diskutierte sie mit dem Kölner Stadtdirektor Guido Kahlen, Richard Heinen vom LearningLab der Universität Duisburg-Essen und André Spang, Lehrer an einem Kölner Gymnasium und Referent zum Thema „Digitale Gesellschaft, Medienkompetenz NRW“ der Staatskanzlei NRW, über „Lernen im Digitalen Wandel - Bildung 4.0".

Austausch über die Plattform
Insgesamt herrschte eine inspirierende Atmosphäre beim „Digital Education Day 2016“. In den vielen interessanten Veranstaltungen, aber auch in den Pausen und beim abendlichen „get-2gether“ entstanden rege Diskussionen und eine intensive Vernetzung. Unterstützt wird dieser Austausch durch die Plattform „digitaleducation.cologne”, auf der man sich für das Barcamp anmelden und bereits im Vorfeld in Foren diskutieren konnte. Damit alle an dem Thema Interessierten die Möglichkeit haben, bis zum nächsten DED in Kontakt zu bleiben und sich weiterhin über neueste Entwicklungen und Erfahrungen auszutauschen, bleibt die Plattform zukünftig bestehen.


 

Autor(in): Petra Schraml
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Datum: 03.11.2016
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