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06. 10. 2016

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Tipps für die tägliche Praxis

Ein Portal für Weiterbildner

Bild

Logo wb-web; Quelle: DIE

Jeden Tag engagieren sich Lehrkräfte und Kursleitende, Dozent/inn/en, Trainer/inn/en und viele andere in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Um diese Berufsgruppe zu unterstützen, hat das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) zusammen mit der Bertelsmann Stiftung das Portal wb-web entwickelt, das das DIE seit 2016 eigenständig betreibt. Es stellt vielfältige Anregungen und Informationen für die tägliche Arbeit zur Verfügung, informiert über Trends, Forschungsergebnisse, Publikationen etc. aus der Weiterbildungslandschaft und leistet einen wertvollen Beitrag zur pädagogischen Professionalitätsentwicklung von Lehrenden in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Seit seiner Entwicklungsphase wird es tatkräftig unterstützt, vierzehn Partner, darunter Fachverbände, Anbieter von Fortbildungen und Betreiber von Informationsangeboten, kooperieren zurzeit mit dem DIE und bringen ihr Know-how in das Portal wb-web.de ein.

Das Konzept von wb-web
Die Inhalte von wb-web wurden auf Grundlage einer Bedarfsstudie, mehrerer Fokusgruppen sowie Online-Umfragen ermittelt und orientieren sich an den Bedürfnissen der Lehrenden. „So stellen wir sicher, dass wb-web für die NutzerInnen interessante Inhalte liefert und einen langfristigen Beitrag zur Steigerung der Qualität von Weiterbildung leistet“, meint Prof. Dr. Esther Winther, wissenschaftliche Direktorin des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung. Informationsangebote stehen in Form von Wissensbausteinen zur Verfügung und decken die in der Erwachsenen- und Weiterbildung zentralen Themen- und Begriffsfelder – pädagogische Wissensgrundlagen, Organisations- und Beratungswissen, aber auch Handlungs-, Methoden- und Medienkompetenz – ab. Die sieben Wissensbausteine zu den Handlungsfeldern Arbeitsfeld, Beratung, Lehren/Lernen, Interaktion, Methoden, Medien und Diagnose sind einheitlich aufbereitet, bieten Informationen zu den Arbeitsbedingungen in der Weiterbildungslandschaft und geben praktische Tipps für die Arbeit als Selbstständiger. Sie enthalten Anregungen, wie man neue Ideen für Kursangebote entwickelt und vermitteln Tipps, wie man als Kursleiter oder Trainer auf unterschiedliche Fragen, zum Beispiel: „Wie kann ich besser lernen?“ oder „welchen Sinn macht diese Fortbildung für mich?“, antwortet. Es werden auch verschiedene didaktische Ansätze vorgestellt und verdeutlicht, wie Kommunikation mit Kursteilnehmenden optimal funktionieren kann. Außerdem werden grundlegende Methoden wie Gruppenarbeit, Rollenspiel oder Lehren durch Lernen sowie die sinnvolle Einbindung von unterschiedlichen Medien in die jeweilige Lehrveranstaltung erklärt. Um Veranstaltungen effektiv planen und durchführen zu können, müssen Weiterbildner einschätzen können, wie ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, was sie bereits gelernt haben und dies eventuell auch abfragen. Dazu gibt es in dem Baustein „Diagnose“ wertvolle Hinweise.

Für alle Wissensbereiche steht geeignetes Lehrmaterial zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Bildungsveranstaltungen und Kursen zur Verfügung. In persönlichen Berichten schildern Lehrkräfte u.a. zudem, wie die pädagogischen Konzepte, Methoden oder Medien funktionieren und welche Erfahrungen sie in der Praxis mit ihnen gemacht haben. Auch werden zu allen Bereichen interessante Publikationen sowie hilfreiche Linklisten vorgestellt.

Die Bedeutung von Open Educational Resources (OER) in der Weiterbildung
Ergänzt werden die Standardinhalte durch aktuelle Schwerpunktthemen, die sich z.B. mit der Gestaltung von Weiterbildungsangeboten für bildungsbenachteiligte Lernende oder dem Einsatz digitaler Medien befassen. Vor allem die Nutzung von Open Educational Resources (OER) sind ein wesentliches Thema. Alle Materialien auf der Seite – sofern nicht anders gekennzeichnet – stehen unter einer CC BY-SA 3.0 DE Lizenz zur freien Nutzung zur Verfügung und können als docx- oder als pdf-Datei heruntergeladen werden. Auch wird das Thema OER verstärkt in Dossiers, Materialien und Wissensbausteinen aufgegriffen und deutlich gemacht, wie wichtig und sinnvoll es für die Weiterbildung sein kann. Denn in der Erwachsenenbildung wird gerne mit zusammengestellten Lehr- und Lernmaterialien gearbeitet, mit einem Mix aus eigener Kreation, den Unterlagen von Kolleg/inn/en, Verlagen oder aus dem Internet. OER sind eine Möglichkeit, die durch das Urheberrecht gesetzten Grenzen zu überwinden und diese Zusammenstellung von Arbeitsmaterialien zu erleichtern, denn Materialien, die unter einer freien Lizenz stehen, dürfen für den individuellen Einsatz verändert und angepasst werden. Da es zu den allermeisten Themen bereits gute Materialien gibt, könnten Praktikerinnen und Praktiker, wenn diese als OER freigegeben wären, darauf aufbauen und müssten nicht jeder für sich eines zum gleichen Thema erstellen. Ein weiterer Vorteil von OER in der Weiterbildung wäre, dass das kollaborative Arbeiten, die Kultur des Teilens, sowohl im Lehrraum als auch virtuell gefördert würde.

Wichtiger Austausch mit anderen

Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen und Ereignisse in der Weiterbildungslandschaft sowie ein umfassender Terminkalender, der Seminare, Konferenzen, Workshops und andere Aktionen der vielfältigen Branche enthält, runden das umfangreiche Angebot des Portals ab. Über eine Community besteht für die Nutzerinnen und Nutzer außerdem die Möglichkeit, sich jederzeit mit anderen über die neuesten Erkenntnisse und eigene Erfahrungen auszutauschen und zu vernetzen.

 

 

Autor(in): Petra Schraml
Kontakt zur Redaktion
Datum: 06.10.2016
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Die Redaktion des Online-Magazins Bildung + Innovation arbeitet journalistisch frei und unabhängig. Die veröffentlichten Beiträge bilden u. a. auch interessante Einzelmeinungen zum Bildungsgeschehen ab; die darin zum Ausdruck gebrachte Meinung entspricht nicht notwendig der Meinung der Redaktion oder des DIPF.

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