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25. 08. 2016

 

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Bildung + Innovation

Das Online-Magazin zum Thema Innovation und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

„Für eine gesicherte Zukunft“

Das Land Baden-Württemberg fördert Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen

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Logo; Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg unterstützt mit einem eigenen Aktionsprogramm im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Mit dem Programm „Zukunft gestalten – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wird in allen Bereichen der Bildung eine nachhaltige Bewusstseinsbildung gefördert. Vom Elementarbereich bis zur beruflichen Ausbildung gibt es verschiedene Projekte, die jeweils auf die einzelnen Lehrpläne ausgerichtet sind. Auch Hochschulen und außerschulische Lernpartner machen mit. So ist in den vergangenen Jahren ein Netzwerk entstanden, das Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen vorantreibt.

Aktionsplan „Zukunft gestalten – Bildung für nachhaltige Entwicklung“
Im Elementarbereich wird das Thema Nachhaltigkeit spielerisch in den Kindergarten- bzw. den Kita-Alltag eingebunden. Erzieherinnen und Erzieher erhalten über spezielle Fortbildungs-Kolloquien konkrete Ideen zur Umsetzung sowie Hilfen, Tipps und Anregungen für ihre pädagogische Praxis. Mit einfachen Themen wie „Gesunde Ernährung“ lernen schon die Drei- bis Sechsjährigen, was für den Erhalt der Umwelt wichtig ist. Bei dem Ideenwettbewerb „Kleine HeldeN!", bei dem in diesem Jahr die Aspekte „Nachhaltig Gärtnern“ und das „Projekt Insektenhotel“ im Vordergrund standen, können sie dann einbringen, was Nachhaltigkeit für sie bedeutet.
Auch das Projekt KINa, eine Bildungsinitiative der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, liefert Informationen, Impulse und Materialien, wie Kindergartenarbeit auf verschiedenen Ebenen nachhaltig weiterentwickelt werden kann. In Kooperation mit dem Volkshochschulverband Baden-Württemberg e.V. wird ein landesweites Netzwerk von Nachhaltigkeitsmentoren aufgebaut, welche die Kindergärten bei ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützen.

Nachhaltigkeit in der Grundschule: Woher kommt der Strom?

Im Auftrag des Umwelt- und Kultusministeriums Baden-Württemberg besucht Energie-Detektiv EDe die Grundschulen des Landes und bildet Viertklässler zu Junior-Energie-Detektiven aus. Er erklärt ihnen den Unterschied zwischen fossilen und regenerativen Energieträgern und gibt ihnen Tipps zum Thema Energiesparen. Die Schüler erforschen, wo im Alltag Energie benötigt wird und wie fossile Energieträger durch erneuerbare Energie ersetzt werden können. Außerdem entlarven sie gemeinsam Energiediebe, die beispielsweise in Radioweckern, elektrischen Zahnbürsten oder Spielkonsolen stecken, messen den Stromverbrauch und die Helligkeit verschiedener Lampentypen. Auch erfahren sie, wie Energie aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse genutzt werden kann. Seit Oktober 2009 ist EDe im Einsatz und hat seitdem schon 30.000 junge Energie-Detektive ausgebildet.

Bildung an weiterführenden Schulen: Bewusster handeln!

Die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels sowie die globale Verantwortung, die daraus für jeden resultiert, sind die Inhalte der Bildung für nachhaltige Entwicklung an den weiterführenden Schulen. Das Projekt „Energie- und Klimapioniere” von myclimate zum Beispiel bietet Schulklassen von der Unter- bis zur Oberstufe die Möglichkeit, eigene Projekte und Aktionen zu realisieren, die einen nachhaltigen Umgang mit Energie fördern und das Klima entlasten. Verschiedene Themenhefte liefern den Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klasse wertvolle Informationen und enthalten interessante Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit sowie Hintergrundinformationen, Bilder, Artikel und Fragestellungen.

Für die berufliche Bildung wurden von Lehrenden für Lehrende zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen spezielle Unterrichtsmodelle konzipiert, die bereits praxiserprobt und direkt einsatzbereit sind. In ihnen lernen die Schüler ökologische, ökonomische und soziale Prozesse im Beruf miteinander zu vereinbaren. Ein Leitfaden gibt eine Einführung zur Umsetzung des Leitbildes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“; verschiedene Module vertiefen die Thematik.

Weitere BNE-Projekte
Und auch außerhalb des schulischen Rahmens gibt es spannende Initiativen und Projekte, die eine Bildung für nachhaltige Entwicklung fördern. So können beispielsweise Lernpartnerschaften zwischen Schulen und Wirtschaftsunternehmen geschlossen werden. Das von den Vereinten Nationen ausgezeichnete Projekt „Juniorenfirmen auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften“ fördert zum Beispiel bei Schülerinnen und Schülern unternehmerisches Denken und Handeln unter dem Leitbild nachhaltigen Wirtschaftens. Die Juniorinnen und Junioren erlangen im Rahmen einer einjährigen Zusammenarbeit in einem Unternehmen ein grundlegendes Verständnis für ökonomische, ökologische und soziale Ziele und lernen so schon vor Berufseintritt Verantwortung zu übernehmen. Durch ein konkretes eigenes Projekt können sie auch unternehmerisch tätig werden.

Im Rahmen des Projekts „Schülermentoren für den Umweltschutz“ zeigen Umweltmentorinnen und Umweltmentoren in ihrer Funktion als Botschafter für den Klimaschutz ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, wie Energie in der Schule gespart werden kann und welche Chancen in den erneuerbaren Energien liegen. Die Umweltbotschafter werden über ein Jahr lang in der Umweltmentoren-Ausbildung in Sachen Klimaschutz ausgebildet.

Außerdem gibt es Wettbewerbe, wie zum Beispiel „Schau‘ mal in die Welt…“, der Filme sucht, die sich mit entwicklungspolitischen Fragen auseinandersetzen. Mit dem BNE-Kompass, der Datenbank für außerschulische Angebote, können Schulen Medien, E-Learning-Angebote, Projekte, Lernorte und Referent/innen recherchieren, mit denen sie ihren Unterricht ergänzen und bereichern können. Die Suche kann auch nach Schultyp, Klasse oder Themen erfolgen. Außerdem wird „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ verstärkt in die Lehrerausbildung getragen. Erste Angebote erleichtern Lehrkräften den Einstieg in die Thematik. Die Erweiterung der Lernkompetenzen soll schul- und fachübergreifend zu einer zukunftsorientierten Denk- und Sichtweise führen.

Hochschulen vernetzen sich für BNE
Und auch an den Hochschulen des Landes Baden-Württemberg existieren schon viele gute Beispiele für eine gelungene Umsetzung des BNE-Konzepts. Diese werden im BNE-Hochschulnetzwerk sichtbar gemacht und gestärkt. Als hochschulübergreifende Kooperationsplattform unterstützt das Netzwerk die strukturelle und nachhaltige Verankerung von BNE in der baden-württembergischen Bildungslandschaft.
Über Wettbewerbe werden Studierende und Lehrende außerdem dazu ermutigt, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen und eigene Ideen und Lösungsansätze für eine gesicherte Zukunft zu entwickeln. Der „campusWELTbewerb“ für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen, der vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert wird, startet gerade in eine zweite Ausschreibungsphase. Hochschulangehörige sind aufgerufen, sich mit einem Projekt zu globaler Nachhaltigkeit bis zum 31. März 2017 zu bewerben.

 

 

 

Autor(in): Petra Schraml
Kontakt zur Redaktion
Datum: 25.08.2016
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