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Gymnastik für den Geist

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Leseförderung und mentale Gesundheit im Alter

27.09.2011

©_Mel_Curtis_Photographs
© Mel Curtis Photographs

Gesundes, aktives Altern ist eine der größten Herausforderungen für unsere alternden Gesellschaften. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Lesen. Denn: Erhalt und Förderung von mentaler Gesundheit und lebenslanges Lernen werden immer wichtiger. Lesen kann uns helfen, diese Ziele zu erreichen. Wie schon Joseph Addison (1672-1719) trefflich bemerkte: „Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.“ Das internationale Forschungsprojekt „Lesen, gesundes kognitives Altern und Plastizität nach Hirnschädigung“ unter der Leitung von Dr. Susanne Schuett vom Institut für Klinische, Biologische und Differentielle Psychologie der Universität Wien untersucht das Leseverhalten bei über 50-Jährigen und dessen Einfluss auf gesundes kognitives Altern.

Lesen verändert: Mit Büchern gesund und aktiv Altern
Lesen ist fundamental für unser Leben. Es ist zentrale Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg, die Bewältigung der Herausforderungen des Alltags und für eine gute Lebensqualität. Lesen hat auch einen positiven Einfluss auf unsere persönlichen, sozialen, kulturellen und sogar auf unsere körperlichen Aktivitäten sowie auf unser Wohlbefinden. Viel mehr noch: Lesen ist eine ganz besondere geistige Aktivität und bestimmt, wie wir altern. Denn das Lesen, insbesondere das Lesen im Alter, erhält die mentale Gesundheit und fördert das lebenslange Lernen. So lautet die These von Dr. Susanne Schuett, Universität Wien.

Mentale Gesundheit im Alter: Eine Frage des Lesens?
Dieser Frage widmet sich das internationale Forschungsprojekt „Lesen, gesundes kognitives Altern und Plastizität nach Hirnschädigung“ (gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft) unter der Leitung von Dr. Susanne Schuett, Institut für Klinische, Biologische und Differentielle Psychologie der Universität Wien. In Österreich, Deutschland und - mittels einer Online-Studie - „weltweit“ untersucht Dr. Schuett das Leseverhalten bei über 50-Jährigen und dessen Einfluss auf gesundes kognitives Altern. Projektpartner sind Univ.-Prof. Dr. Ilse Kryspin-Exner vom genannten Wiener Institut und Prof. Dr. Josef Zihl von der Universität München und dem Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Die Erkenntnisse liefern einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Förderung des Lesens im Alter und des gesunden Alterns in unserer Gesellschaft.

Leseförderung: Von Anfang an, ein Leben lang, bis ins hohe Alter
Derzeit konzentriert sich die Forschung auf das Lesen bei Kindern und Jugendlichen. Auch die Initiativen zur Förderung des Lesens konzentrieren sich vorrangig auf diese Altersgruppe. Und dies auch nicht ohne Berechtigung. Dennoch ist es erstaunlich, wie wenig wir über das Lesen im Alter wissen und wie wenig das Lesen bei älteren Menschen gefördert wird. Dies ist alarmierend. Denn bereits der „normale“ Alternsprozess verändert das Lesen und kann es - nicht selten - nachhaltig beeinträchtigen, bis hin zur völligen Aufgabe des Lesens. Nimmt man die im Alter sehr häufig auftretenden Sehstörungen, dementiellen Syndrome, Schlaganfälle und die Altersdepression hinzu, wird klar, dass das Lesen im Alter keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Für die Projektpartner und -mitglieder rund um Dr. Schuett ist es deshalb imperativ, dass das Lesen erforscht und gefördert werden muss - und zwar von Anfang an, ein Leben lang, bis ins hohe Alter.

Teilnehmer für Online-Studie gesucht
Gesucht werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 50 Jahre - Generation 50+, 65+, 80+ - unabhängig davon, ob sie viel lesen, wenig lesen oder auch gar nicht lesen. Die Teilnahme an der Online-Studie dauert ca. 20 Minuten. Die Teilnehmer werden gebeten, kurze Fragebögen zum Lesen, zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität online auszufüllen.

Die Studie ist über folgenden Weblink zu erreichen: www.soscisurvey.de/lesenaltern

Mit der Teilnahme an der Studie kann ein wichtiger Beitrag zur Erforschung und Förderung des Lesens im Alter sowie des gesunden, aktiven Alterns in unserer Gesellschaft geleistet werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können nach Abschluss der Studie Informationen über die Ergebnisse und deren Umsetzung in die Praxis erhalten.
Dr. Susanne Schuett (Projekt- und Studienleitung) steht für weitere Informationen zu dieser Studie und zu assoziierten Initiativen und Themen wie „Lesen und Leseförderung im Alter“ sowie „Lesen und gesundes Altern“ sehr gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Dr. Susanne Schuett
Universität Wien
Institut für Klinische, Biologische und Differentielle Psychologie
Liebiggasse 5
1010 Wien
Tel.: 01 4277 47972
E-Mail: susanne.schuett@univie.ac.at
Internet: http://homepage.univie.ac.at/susanne.schuett

Weitere Informationen:
Mit Lesen gesund und aktiv Altern

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schuster@dipf.de

 

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