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Expertenchat: “Reform der Lehrerausbildung“ (Berntzen)

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Bild Berntzen, Link zur Homepage
Dr. Detlef Berntzen, Geschäftsführer des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Münster
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Als Geschäftsführer eines der Zentren für Lehrerbildung an einer nordrhein-westfälischen lehrerausbildenden Universität bin ich intensiv in die Reform der Lehrerausbildung eingebunden. Vor dem Hintergrund eines aus Sicht der Hochschule erfolgreichen Modellversuchs zur gestuften Lehrerausbildung und eines weiteren positiv verlaufenden Modellversuchs der kooperativen Lehramtsausbildung im Lehramt für Berufskollegs zusammen mit der Fachhochschule Münster kennen wir die praktischen Probleme von Studierenden in den neuen Ausbildungsstrukturen.

Der Verschulung der Studiengänge durch extensive Vorgaben der Schulbürokratie wird mit der Hochschulautonomie entgegengesteuert. Beide Prozesse führten in Nordrhein-Westfalen zum Entwurf eines neuen Lehrerausbildungsgesetzes, mit dessen Verabschiedung im Frühjahr 2009 gerechnet werden muss. Er beinhaltet für Studierende neue Elemente der Praxiserfahrung in der Lehrerausbildung, die curricular noch ausgestaltet werden müssen. Die Professionalisierung, also die Vorbereitung auf den konkreten Lehrerberuf, wird mit besonderen Anforderungen an die Absolventen der Studiengänge verbunden (Praxissemester, Kompetenzerwerb im Bereich pädagogischer Diagnostik und Individueller Förderung, Kompetenzerwerb im Bereich Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund). Andererseits sollen die Studiengänge – insbesondere die Bachelorstudiengänge – eine breite berufliche Verwertungsmöglichkeit bieten.

Hier die Balance zu finden, wird die Aufgabe der Hochschulen sein, die für die Curricula in der Lehrerausbildung verantwortlich zeichnen und sich dem Qualitätszirkel von Akkreditierung, Evaluation und Reakkreditierung stellen müssen. Die Qualität wird sich dabei an den fachspezifischen Vorgaben der Kultusministerkonferenz zur Lehrerausbildung orientieren.

Zukünftige Lehramtsstudierende können jedoch schon jetzt erwarten, dass die Studiengänge praxisorientierter auf den Lehrerberuf vorbereiten werden und sich an bundesweiten Standards messen lassen müssen.


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