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„Ton ab, Buch auf“

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Hören als erster Schritt zum Buch

18.03.2011

Logo des Projekts, © Claudia de Weck
Logo des Projekts
© Claudia de Weck
Aller Anfang ist schwer, auch beim Lesen. Das Projekt „Ton ab, Buch auf“ des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien SIKJM trägt dieser Tatsache Rechnung, indem es Schülerinnen und Schülern von 10 bis 12 Jahren den Einstieg ins Buch erleichtert. Geschichtenanfänge im MP3-Format motivieren die Kinder dazu, das Buch aufzuschlagen und weiterzulesen.
Eine Kiste mit einem großen Schatz
Schulklassen, Horte und Bibliotheken können beim SIKJM eine Kiste ausleihen mit 31 verschiedenen Büchern, 10 MP3-Spielern mit Kopfhörern, einer Handreichung für Lehrpersonen und einem Logbuch. Die MP3-Spieler enthalten einen großen Schatz: 31 Geschichtenanfänge – die Anfänge der Hörbücher zu den Büchern in der „Ton ab, Buch auf“-Box. Diese fünf bis fünfzehn Minuten langen Ausschnitte erlauben es den Kindern, ohne Anstrengung in eine Geschichte einzutauchen. An einer spannenden Stelle bricht die Erzählung ab. Eine weiterführende Frage und der Hinweis, auf welcher Seite sie weiterlesen können, motivieren die Kinder dazu, das Buch aufzuschlagen und weiterzulesen.

Selbstbestimmtes Lesen weckt Leseinteressen
Die beiliegende Handreichung für Lehrpersonen schlägt für den Einsatz von „Ton ab, Buch auf“ freie Lesezeiten vor, die sich gut in offenen Unterrichtssituationen wie Werkstätten oder Wochenplanarbeit einsetzen lassen. Der Lesegenuss steht klar im Zentrum. So sollen die Kinder sich verschiedene Anfänge anhören können und dann selber entscheiden, welches Buch sie lesen möchten. Studien zeigen, dass selbstbestimmtes Lesen bei der Hinführung zum lebenslangen Lesen und beim Wecken von Leseinteressen eine wichtige Rolle spielt. „Ton ab, Buch auf“ soll den Schülerinnen und Schülern als individuelles, positives Erlebnis mit Büchern und Geschichten in Erinnerung bleiben. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass sie stets freien Zugang zur Kiste haben und die Bücher nach Hause ausleihen dürfen.

Ein Logbuch mit Leseerfahrungen für die nächste Klasse
Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Anschlusskommunikation. Die Lehrpersonen werden aufgefordert, mit den Schülerinnen und Schülern die Erlebnisse beim Lesen zu besprechen. Auch Buchvorträge oder ein gemeinsames Lesetagebuch fördern das Lesen als Gemeinschaftserlebnis. Der Kiste liegt außerdem ein Logbuch bei, in dem die Kinder ihre Erfahrungen notieren und so an die nächste Klasse weitergeben können: schreiben, zeichnen, Fotografien einkleben, Wünsche formulieren – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Im Jahr 2004 hat die Pädagogische Hochschule Zürich das Projekt „Ton ab, Buch auf“ evaluiert. Das Evaluationsteam stellte fest, dass das Konzept die Lesemotivation der Kinder merklich steigerte. „Ton ab, Buch auf“ unterstütze die Entwicklung vom Erstleser zum Vielleser bzw. von der Erstleserin zur Vielleserin, so die Evaluatoren.

Die Projektmaterialien werden Schulklassen, Horten und Bibliotheken für ein bis zwei Monate kostenlos zur Verfügung gestellt. Zurzeit sind 10 Kisten in der deutschsprachigen Schweiz im Umlauf.

Kontakt:
Francesca Micelli
Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien SIKJM
Zeltweg 11
CH-8032 Zürich, Schweiz
E-Mail: francesca.micelli@sikjm.ch
Internet: www.sikjm.ch

Siehe auch: Leseförderung in der Schweiz

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